Nach Überschwemmung im letzten Jahr
Rettenberg plant umfassendes Hochwasserschutzkonzept

Am 26. Juli des letzten Jahres kam es bei Rettenberg zu einem Hochwasser.
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Am 26. Juli des vergangenen Jahres hat ein Hochwasser Teile des Oberallgäus heimgesucht. In nur wenigen Minuten rauschte ein reißender Bach durch Rettenberg und riss sogar ein Auto mit sich. Verletzt wurde zum Glück niemand, viele Menschen verloren aber ihr Hab und Gut. Damit so eine Überschwemmung nicht nochmal passiert, wird nun ein Hochwasserschutz geplant. Wie genau dieser Schutz aussehen soll – wir haben bei der Gemeinde Rettenberg und dem Wasserwirtschaftsamt nachgefragt.

Das ist zum Schutz vor Hochwasser geplant

Die Gemeinde Rettenberg und das Wasserwirtschaftsamt Kempten will nun Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser ergreifen. Oberhalb vom Ortsteil Wagneritz soll eine große Geschieberückhaltesperre entstehen. Geschiebe bezeichnet Holz, Gesteine und Geröll, das vom Wasser mitgeschwemmt wird. Die Sperre soll dafür sorgen, dass das Geschiebe zurückgehalten wird und im Ort nur noch das Wasser ankommt. Das kann dann leichter in die Rohrleitungen abgeführt werden. Um solche Wassermassen zu stemmen,  sollen die Leitungen ebenfalls vergrößert werden. So soll das Wasser nicht mehr an der Oberfläche, sondern durch die Leitungen abfließen. 

Bei Altach, einem anderen Ortsteil von Rettenberg, soll zudem die Brücke über den Rossbach vergrößert und umgebaut werden. Auch der Bach soll verbreitert werden, damit das Wasser im Bach bleibt und nicht über die Ufer tritt. 

5-8 Millionen Euro Sachschaden

Bei dem Ereignis im letzten Jahr entstanden Schäden in Höhe von ungefähr 5 bis 8 Millionen Euro. Das soll durch die Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser in Zukunft abgewendet werden. Die Baumaßnahmen sollen, wenn es nach der Gemeinde Rettenberg und dem Wasserwirtschaftsamt geht, spätestens bis 2024 umgesetzt werden.

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