Polizei ermittelt: Sitzplatz mit 12 Nägeln präpariert! Jugendlicher (17) erleidet schmerzhafte Zugfahrt

1. Februar 2023 14:27 Uhr von Redaktion all-in.de
Auf einen Sitzplatz, der mit zwölf Nägeln präpariert war, hat sich jetzt ein 17-Jähriger auf der Zugfahrt von Singen nach Schaffenhausen gesetzt. Die Polizei ermittelt nun. (Symbolfoto)
Auf einen Sitzplatz, der mit zwölf Nägeln präpariert war, hat sich jetzt ein 17-Jähriger auf der Zugfahrt von Singen nach Schaffenhausen gesetzt. Die Polizei ermittelt nun. (Symbolfoto)
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Schmerzhaft ist am Freitagmittag die Zugfahrt von Singen (Baden-Württemberg) nach Schaffenhausen (Schweiz) für einen 17-Jährigen verlaufen. Der Jugendliche setzte sich auf einen Sitzplatz, der mit zwölf sieben Zentimeter langen Nägeln präpariert worden sein soll. Die Bundespolizei Konstanz ermittelt nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. 

Schmerzhafte Stiche ins Hinterteil

Der 17-Jährige stieg zusammen mit zwei Freunden am Bahnhof Singen in einen SBB-Zug nach Schaffhausen. Als sich der Jugendliche auf einen Sitzplatz des Großraumabteils setzte, stach ihn etwas schmerzhaft in den Hintern. Als er aufstand, entdeckte er mehrere Spitzen, die aus den Sitzpolstern herausragten. Insgesamt waren laut dem Teenager zwölf Nägel mit einer Länge von jeweils ca. sieben Zentimetern in die Sitzfläche und die Rückenlehne eingearbeitet.

Jugendlicher verständigt Polizei

Der Schüler entfernte die Nägel aus dem Sitz und meldete sich nach dem Ausstieg in Schaffhausen bei einer Streife der Bundespolizeiinspektion Konstanz. Verletzt wurde der junge Mann bei dem Vorfall nicht. Die Lokführerin suchte anschließend den Zug ab, ob weitere Sitze mit Nägeln präpariert worden waren. Doch fand keine. 

Zahlreiche Schäden am Zuginventar

Die Bundespolizei Konstanz ist nun dabei, den Tathergang und die Hintergründe zu ermitteln. Nach Angaben der Polizei ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Schäden an den Inneneinrichtungen von Reisezugwagen verschiedener Eisenbahnverkehrsunternehmen des Nah- und Fernverkehrs gekommen. In Zügen des Fernverkehrs wurden darüber hinaus mehrfach manipulierte Steckdosen an den Sitzplätzen festgestellt.

Polizei gibt Tipps

Die Bundespolizei gibt in diesem Zusammenhang folgende Tipps: 

  • Reisegäste sollten ihren Sitzplatz auf Schäden untersuchen, bevor sie sich setzen. 
  • Bevor Reisende Steckdosen im Zug benutzen, sollten sie überprüfen, ob sie beschädigt sind. 

Polizei bittet um Hinweise

Wer Veränderungen oder Schäden entdeckt, sollte das Zugpersonal oder die Bundespolizei verständigen. Die Bundespolizeiinspektion Konstanz ist unter der Telefonnummer Rufnummer 07531/12880 erreichbar. Hinweise nimmt die Bundespolizei auch unter der kostenfreien Hotline 0800/6888000 entgegen.