Polizisten wurden nach eigenen Angaben am Sonntagabend auf den Mann aufmerksam, weil er in Schlangenlinien durch die Friedrichstraße in Friedrichshafen radelte. Ein Alkoholtest des Mannes bestätigte den Verdacht der Beamten. Demnach hatte der Mann knapp 2,8 Promille Alkohol intus. Er musste die Polizisten daraufhin in eine Klinik begleiten, wo ihm Blut abgenommen wurde. Weiterfahren durfte der Mann anschließend nicht. Für ihn endete der Sonntagabend mit einer Anzeige.
Polizei greift am Wochenende betrunkene Fahrradfahrer in Kaufbeuren, Kempten und Egg an der Günz auf
Doch da war er nicht der Einzige. Auch in Kaufbeuren, Kempten und Egg an der Günz hatten Radler am Wochenende bzw. Donnerstag deutlich zu tief ins Glas geschaut. In Kaufbeuren hatte ein 32-Jähriger in der Nacht auf Samstag über 2,6 Promille im Blut. Als ihn die Polizei anhielt, konnte er sich kaum auf den Beinen halten.
Einen Tag später, am frühen Sonntagmorgen, fiel einer Streife in Kempten ein Mann auf, der auf dem Boden lag. Der 48-Jährige versuchte noch mit seinem Fahrrad vor der Polizei zu flüchten. Bei der Kontrolle stellte die Polizei einen Wert von über 1,8 Promille bei ihm fest. Und in Egg an der Günz ging der Polizei am Donnerstagabend ein 20-jähriger Fahrradfahrer ins Netz, der über 1,6 Promille intus hatte. Die Polizeistreife wurde auf ihn aufmerksam, weil er für seine Schlangenlinienfahrt die komplette Straßenbreite brauchte.
Fahrradfahren mit über 1,6 Promille ist strafbar
Wer sich mit über 1,6 Promille auf den Fahrradsattel schwingt, der begeht laut Gesetz eine Straftat. Denn ab diesem Wert gilt man als absolut fahruntüchtig. Wer es trotzdem tut und von der Polizei erwischt wird, der muss mit einer Geldstrafe in Höhe von etwa 30 Tagessätzen, das heißt einem monatlichen Nettogehalt rechnen. Zudem werden zwei Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg eingetragen.
Strafbar können sich Radler aber auch schon machen, wenn sie mit 0,3 Promille in die Pedale treten - und sie dabei alkoholbedingte Ausfallerscheinungen aufweisen. Dazu zählen das Fahren in Schlangenlinien, Stürze, Gleichgewichtsprobleme oder das alkoholbedingte Verursachen eines Unfalls.

Radler kann sich kaum noch auf den Beinen halten
Fast drei Promille! Polizei stoppt betrunkene Radler in Kaufbeuren, Kempten und Egg an der Günz
Ab 1,6 Promille gehts zur MPU
Wer wegen Trunkenheit im Verkehr auf dem Fahrrad verurteilt wird, der muss zwar kein Fahrverbot befürchten, doch die Fahrerlaubnisbehörde wird darüber informiert. Und die ordnet ab 1,6 Promille eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) an. Denn die Behörde geht bei einer derart hohen Promillezahl davon aus, dass der Betroffene eventuell ein Alkoholproblem hat. Genau das soll die MPU untersuchen. Wer hier durchfällt, dessen Führerschein ist weg.