Verkehr
Noch immer keine Schranke nach tödlichem Unfall am Bahnübergang in Pfronten vor einem Jahr

An diesem Bahnübergang in Pfronten sind in den vergangenen 20 Jahren vier Menschen tödlich verunglückt. Autofahrer dürfen ihn mittlerweile nur noch mit maximal zehn Stundenkilometern überqueren. Doch die Polizei sagt: „Die meisten fahren 30 oder 40 km/h.“
  • An diesem Bahnübergang in Pfronten sind in den vergangenen 20 Jahren vier Menschen tödlich verunglückt. Autofahrer dürfen ihn mittlerweile nur noch mit maximal zehn Stundenkilometern überqueren. Doch die Polizei sagt: „Die meisten fahren 30 oder 40 km/h.“
  • Foto: Benedikt Siegert
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Vor einem Jahr ist am unbeschrankten Bahnübergang in Pfronten ein 47-jähriger Mann gestorben. Er war mit einem herannahenden Zug zusammengestoßen und sofort tot. Innerhalb von 20 Jahren sind an diesem Bahnübergang in der Badstraße in Pfronten vier Menschen ums Leben gekommen.

Zug stößt mit Auto bei Pfronten-Steinach zusammen: Mann (47) stirbt

In der Gemeinde und über deren Grenzen hinaus wird seit dem Unfall im Januar 2019 diskutiert: Die einen fordern eine Schranke, die anderen finden, dass die Stelle gut einsehbar ist. Wie die Allgäuer Zeitung berichtet, hat die Deutsche Bahn bis 2024 Sicherheitsmaßnahmen versprochen. Bisher ist so gut wie nichts passiert. 

Insgesamt gibt es im Gemeindegebiet 14 Bahnübergänge. Die Bahn strebt daher eine Paket-Lösung an. Die Pläne sehen Parallelwege entlang der Schiene vor, die über fremde Grundstücke laufen. So sollen die alten Schienenquerungen mit den künftigen verbunden werden. Laut AZ benötige es dafür jedoch eine Einigung der Gemeinde mit den Eigentümern der betreffenden Grundstücke. Und die fehle noch.  Ein paar Übergänge will de Bahn dichtmachen. Der Übergang in der Badstraße soll  mit einer Schranke und einer Ampel versehen werden.

Drei Schilder mit der Aufschrift „Gefährlicher Bahnübergang“ sollen demnächst als Sofortmaßnahme an der gefährlichen Stelle angebracht werden. Zusätzlich ist am Übergang das Tempo jetzt auf 10 km/h beschränkt. 
Bei der Firma des vor einem Jahr verunglückten Managers bittet man die Mitarbeiter inzwischen, auf anderen Wegen zum Werksgelände zu kommen. Das Unternehmen hatte sogar zugesagt, einen beträchtlichen Teil der Kosten zu übernehmen. Schriftlich sei das gegenüber Bahn und Gemeinde nochmals bekräftigt worden, so die AZ

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Dienstagsausgabe unserer Zeitung vom 21.01.2020.

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