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Sensationsfund in Pforzen: Wo Forscher den Menschenaffen "Udo" entdeckten

Außer ein paar Baggern und viel Schlamm gibt es in der Tongrube Hammerschmiede bei Pforzen nicht viel zu sehen. Trotzdem schlummerten unter den Lehmmassen eine Sensation.
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  • Außer ein paar Baggern und viel Schlamm gibt es in der Tongrube Hammerschmiede bei Pforzen nicht viel zu sehen. Trotzdem schlummerten unter den Lehmmassen eine Sensation.
  • Foto: David Yeow
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Eine Tongrube, überall Schlamm und zwei herrenlose Bagger. Klingt im ersten Moment unspektakulär. Seit Mittwochabend berichtet aber die ganze Welt über diesen Ort im Ostallgäuer Pforzen. Dort wurden von der Professorin Madelaine Böhme Knochen vom ersten aufrecht gehenden Menschenaffen gefunden. Fast 12 Millionen Jahre alt sind diese Fundstücke, die möglicherweise die Geschichte der menschlichen Entwicklung verändern.

Demenstprechend groß ist natürlich die Aufregung in der kleinen Gemeinde. Bürgermeister Herbert Hofer hatte bereits kurz nach den Sommerferien dieses Jahres von der enormen Relevanz der gefunden Knochen erfahren. Frau Professor Böhme sprach von einem Fund, "der die Evolutionsgeschichte durchaus auf den Kopf stellen kann." Auf diese Nachricht habe er erstaunt, erfreut und natürlich stolz reagiert. Am Tag nach der Verkündung wurde der Rathauschef mit Interviewanfragen überhäuft und die Gemeinde möchte natürlich auch Informationen über den Fund Preis geben. Was diesbezüglich weiter geplant ist, stehe aber noch nicht fest. Hofer könne sich, eventuell in Kooperation mit der Universität und entsprechender finanzieller Unterstützung ein Museum oder ein Besucherzentrum vorstellen. Das müsse aber zunächst mit dem Landratsamt abgestimmt werden. 

Natürlich interessiert die Menschen der genaue Ort, an dem die Knochen des Menschenaffen entdeckt wurden. Es handelt sich um die Tongrube Hammerschmiede bei Pforzen, in der die Firma Geiger seit etwa 25 Jahren Lehmabbau betreibt. Irgendwo tief unter der Erde haben die Forscher aus Tübingen diese Sensation gefunden. Wo genau, will Dr. Christoph Heim vom Unternehmen Geiger bewusst nicht verraten. Viel zu sehen gibt es in der Grube ohnehin nicht. Und das ist auch gut so, denn das Gelände ist privat und soll auch zukünftig nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sein. "Wir möchten alles dafür tun, damit fremder Zugang vermieden wird", betont Heim. Die Fundstellen seien ohne Bagger nicht zu erreichen. Deswegen unterstützt die Firma Geiger die Forscher mithilfe ihrer Geräte bei den Arbeiten: "Wir nehmen gegenseitig Rücksicht aufeinander und freuen uns mit Frau Böhme über ihren sensationellen Fund."

Autor:

Camilla Schulz aus Memmingen

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