Haushalt
Oy saniert und erschließt weiter

Keine höheren Schulden will die Gemeinde Oy-Mittelberg. Deswegen nimmt sie in ihrem Haushalt 2011 mit 425000 Euro nur so viel Kredit auf, wie sie gleichzeitig tilgen kann. «Nach der Wirtschaftskrise hat sich die Lage wieder gut stabilisiert», fasste Bürgermeister Theo Haslach zusammen. Insgesamt erhöht sich der Gesamthaushalt im Vergleich zum Vorjahr um über fünf Prozent auf gut 9,6 Millionen Euro.

Die großen Brocken fallen dabei für Projekte an, die fortgesetzt werden: die Sanierung des Osttrakts der Schule (700000 Euro), das neue Feuerwehrhaus in Petersthal (260000 Euro), Straßenerschließungen und Gehwege (231000 Euro) und die Sanierung der Kirche in Schwarzenberg (130000 Euro). Die Erneuerung des Erdhauses wird 100000, sonstige Sanierungen 130500 Euro kosten. Ebenfalls kräftig investiert wird in die Abwasserbeseitigung (207000 Euro) und in die Wasserversorgung (101000 Euro). Den Ausbau der touristischen Infrastruktur lässt Oy-Mittelberg sich 146000 Euro kosten. Dazu gehören etwa neue Schilder für Radwege und verschiedene Wanderangebote. Schon lange auf der Wunschliste der Gemeinderäte ist ein Skaterplatz; 40000 Euro sind dafür einkalkuliert.

Verwaltungshaushalt: Bei den Einnahmen stellen gestiegene Steuereinnahmen, Schlüsselzuweisungen sowie Zuschüsse, Zuweisungen und Beteiligungen den größten Teil. Dafür muss Oy-Mittelberg 1,48 Millionen Euro Kreisumlage zahlen. Haslach regte an, die Gewerbesteuer 2012 eventuell zu senken, um die Neuansiedlung von Betrieben im Gewerbepark voranzutreiben.

Meinungen Der Gemeinderat verabschiedete den Haushalt 2011 mit der Gegenstimme von Stephan Gabler. «Es wird Zeit, dass wir die Kurve kratzen», mahnte er. Die Gemeinde müsse auf Luxusausgaben verzichten um den Schuldenberg (8,36 Millionen Euro) zu senken. Er sprach von einem Schattenhaushalt, da das Baugebiet «im Schwändle», die Erschließung im Gewerbepark und Fotovoltaikanlagen außerhalb des Zahlenwerks finanziert werden. Gesamtvolumen: 500000 bis 700000 Euro. Haslach entgegnete, dass diese Projekte sich durch Einnahmen refinanzieren würden.

Albert Mayr und Stephan Ostheimer waren grundsätzlich zufrieden mit dem Haushalt. Mayr kritisierte aber, dass 2010 ein Kredit über eine halbe Million aufgenommen wurde. Dieser wurde nicht gebraucht und somit der Rücklage zugeführt: «Der Kredit von gestern wird zum Vermögen von heute». Ostheimer bedauerte, trotz gestiegener Steuereinnahmen keine Schulden abgebaut zu haben. «Wir haben uns viel vorgenommen», warnte er. Es könne sein, dass die ein oder andere Investition geschoben werden müsse.

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