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Oy-Mittelberger Rat könnte sich auf Militärgelände Windkraftanlagen vorstellen

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Bayernweit werden Standorte für große Windkraftanlagen gesucht. Auch alle Oberallgäuer Gemeinden sind aufgefordert, bis Mitte Oktober Stellung zu beziehen, in ihren Augen geeignete Standorte dem Regionalen Planungsverband zu benennen.

War der Bereich südlich von Kempten bis dato Ausschlussgebiet, ist es nun der Bereich auf einer Linie südlich von Oberstaufen bis Wertach. Oy-Mittelberg ist neuerdings also nicht mehr im Ausschlussgebiet für Windkraftanlagen.

Die Diskussion über einen vorstellbaren Standort im Oy-Mittelberger Gemeinderat fokussierte sich letztendlich auf den Truppenübungsplatz östlich von Bodelsberg. Das rund 300 Hektar große Areal liegt größtenteils auf Oy-Mittelberger Flur, ein Teil gehört auch zu Durach und zum Ostallgäuer Görisried.

'Was Oy-Mittelberg an Potenzial hat, ist zum Großteil die Landschaft', sagte Rathauschef Theo Haslach einleitend. 'Die Berge spielen eine große Rolle in unserer Wahrnehmung. Der Blick auf die Alpen, Richtung Süden, sollte nicht durch große Windkraftanlagen gestört werden', ist seine Meinung. Kritisch beurteilt er deshalb eine Bauvoranfrage aus Rettenberg und auch die Überlegungen in Wertach, auf einem Höhenrücken Windräder zu installieren.

Keine Einzelstandorte

Die Gemeinden seien aufgerufen zu sagen, was sie sich vorstellen könnten. Einzelstandorte seien nicht erwünscht, mindestens drei Anlagen sollten auf einer Fläche gebaut werden. 'Bei solch einer Konzentration brauche man nicht so viele Standorte', betonte Gemeinderat Albert Mayr.

Haslach zeigte einige Folien mit von der Windstärke her möglichen Arealen im Gemeindegebiet. Er könne sich das auf diese abstrakte Weise nicht vorstellen, sagte Hubert Schmöger, er werde sich mögliche Standorte vor Ort anschauen. Ähnlich argumentierte Gemeinderat Gabriel Reitemann. Stephan Ostheimer lehnt die Standorte Rottachtal, am Wildberger Hof und auf der Elleghöhe ab.

Noch keine Entscheidung

'Eigentliche kommt nur der Truppenübungsplatz in Frage', sagte Ostheimer und erntete allgemein Zustimmung von seinen Kollegen. Und Gabriel Reitemann hieß einen öffentlichen Fachtag mit dem Juristen vom Landratsamt und einem Windkraftfachmann für gut. Der Standort, so Haslach, solle freilich von der Bevölkerung akzeptiert werden. Eine Entscheidung wurde noch nicht getroffen.

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