Sanierung
Nesselwanger nehmen Restaurierung in die Hand: Alter Bildstock geweiht

Die Nesselwanger Bürgerwerkstatt Kultur startete 2011 das Projekt 'Feldkreuze, Bildstöcke und Marterl'. Damit möchte die Bürgerwerkstatt unter anderem das kulturelle Erbe der Heimat erhalten. Flurdenkmäler sind vielfach religiöse Zeichen der Dankbarkeit, zeugen vom Leben und Wirtschaften der Vorfahren und dienen als Anstoß zum Gebet unterwegs. Originalgetreu restauriert erstrahlt der Bildstock des Heiligen Wendelin an der Maria-Trost-Allee in Nesselwang. Die Bürgerwerkstatt Kultur hatte sich des vom Verfall bedrohten Bauwerks angenommen und es in einer Gemeinschaftsleitung mit der Marktgemeinde und maßgeblich finanziell unterstützt von der Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung gerettet.

Der Landwirt Ludwig Sommer, ehemaliger Engelwirt zu Nesselwang, hatte dieses Kleindenkmal 1866 als gläubigen Ausdruck gegen die damals herrschenden Viehseuchen an der Maria Trost Allee errichtet. Es wurde dem Heiligen Wendelin als einem Schutzpatron des Bauernstandes und des Viehs geweiht. 'Wendelinus', wie der Bildstock im Volksmund genannt wird, gilt als einer der schönsten in Nesselwang, steht an dem stark frequentierten Weg nach Maria Trost und ist im Bewusstsein vieler Menschen als religiöser Bezugspunkt verankert. Daher wurde die Restaurierung mit Erhalt der Originalsubstanz in Angriff genommen.

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung 'Lebenswertes Nesselwang – unsere Zukunft gemeinsam gestalten' organisierte die Bürgerwerkstatt Kultur die Arbeiten. Die Gemeinde Nesselwang übernahm die Bauträgerschaft. Bei der Restaurierung erhielt der Bildstock seine ursprüngliche Bemalung zurück. Bei den Säuberungsarbeiten waren unter mehreren schadhaften Putzschichten und Wetterschutzanstrichen Teile der ursprünglichen Bemalung zum Vorschein gekommen. Ein Restaurator und Kirchenmaler erstellte dazu einen Befund und erarbeitete den Gestaltungsvorschlag für die Wiederherstellung der historischen Bemalung.

Zur Mitfinanzierung des Projekts sammelte die Bürgerwerkstatt eine stattliche Spendensumme und leistete zusammen mit Bürgern über 300 unentgeltliche Arbeitsstunden. Neben den zahlreichen Spendern und der Gemeinde hat sich die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung zur Erinnerung an die Bodenneuordnung und Dorferneuerung in Nesselwang maßgeblich an der Finanzierung dieses Projekts beteiligt.

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