Projekt
Nesselwanger Filmemacherin Kathrin Meyer dreht an der Alpspitze

Das Panorama der Allgäuer Berge, ein wolkenloser Himmel und im Hintergrund das Zugspitzmassiv: Eine bessere Kulisse hätten sich Autorin Kathrin Meyer und Kameramann Hans-Peter Fischer für ihre Dreharbeiten kaum aussuchen können. An der Alpspitze bei Nesselwang drehten sie Szenen für einen Film, der heuer am 1. Oktober in Schmiedsfelden bei Leutkirch erstaufgeführt werden soll. Dann feiern die Kälbererzeugergemeinschaft Allgäu (Kälber EG) und ihr Partner, die Firma Feneberg, das zehnjährige Bestehen der Marke << Prima Rind >>.

Landschaft in Szene setzen

Von der Rinderzucht im Allgäu handelt der Film, genauer von einer in der Region gezüchteten Kreuzung einer französischen Rinderrasse mit heimischem Braunvieh (siehe Infokasten). Die aus Nesselwang stammende Filmemacherin kennt sich am Hausberg ihrer Heimatgemeinde aus und weiß die Allgäuer Landschaft in Szene zu setzen. << Die Schönheit des Allgäus, seine Menschen und Tiere möchte ich in meinen Filmen zeigen. Wovon die Menschen hier leben und wie sie wirtschaften, interessiert mich. Natürlich auch das Thema Lebensmittel >>, erklärt die aus einer Brauerfamilie stammende Autorin, deren Erstlingswerk << Wenn Frauen brauen >> 2009 vom Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Seit zehn Jahren vermarkten die Kälber EG und die Lebensmittelkette Feneberg in der Region gezüchtete Rinder unter der Marke << Prima Rind >>. << Eine Erfolgsstory >>, blicken Georg Abele, Vorsitzender der Kälber EG, und Firmenchef Hannes Feneberg zurück. << Vor zehn Jahren hätte niemand gedacht, dass man in unserer Milchviehregion mit Mastvieh auf der Weide Geld verdienen könnte. Jetzt ist das Realität >>, lobt Feneberg die Bauern. 170 Erzeuger sind dabei, darunter viele aus dem Ostallgäu.

Bauernchef Abele freut sich über den Erfolg << in so einer kurzen Zeit >>, wie er sagt. << Für Landwirte, die aus der Milchviehhaltung aussteigen wollen oder ein zweites Standbein suchen, ist << Prima Rind >> eine schöne Alternative zur Milch.

Besonders für den Nebenerwerb ist das Programm interessant, um die Hofaufgabe zu vermeiden oder den Wert des Betriebs für den Nachfolger zu erhalten >>, erläutert Abele. Knapp 2000 Ochsen und Färsen vermarktet die Kälber EG im Jahr. Rund 70 Gasthöfe in Oberschwaben und Allgäu vom Projekt << Landzunge >> haben << Prima Rind >> auf der Speisekarte und seit Juni ist << Vitalzunge >> mit im Boot, ein Leader-Projekt der Kälber EG, mit dem sie regionale Produkte in Großküchen und Kliniken bringen will - nach dem Vorbild von << Landzunge >>.

<< Die Nachfrage ist steigend. Wir könnten wesentlich mehr Rinder absetzen und brauchen noch Bauern, die sich anschließen >>, wirbt Abele um neue Mitglieder. Die Vorteile lägen auf der Hand: Die Bauern hätten weniger Arbeitsaufwand als bei der Milchviehhaltung.

Sie bräuchten sich wegen der Abnahmegarantie der Firma Feneberg nicht um die Vermarktung zu kümmern. << Wir wollen die heimische Wirtschaft stärken und brauchen die Weidelandschaft. Sonst würde das Allgäu verbuschen >>, sind sich Abele und Feneberg einig und freuen sich auf den Film, der die Region ins rechte Licht rücken soll.

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