Feuerwehr
Lob für Nesselwanger Kameraden

Die Autobahn hat der Feuerwehr Nesselwang im vergangenen Jahr viel Arbeit beschert. Mehrmals musste sie alleine ausrücken, um brennende Fahrzeuge zu löschen. Wie die Feuerwehr die Mehrarbeit gemeistert habe, verdiene Respekt, dankte Bürgermeister Franz Erhart den Floriansjüngern. Die Gemeinde habe gerne die 40000 Euro in die Ausrüstung investiert. Von den Leistungen der Nesselwanger zeigte sich auch Kreisbrandrat Markus Barnsteiner beeindruckt, der die Zusatzbelastung durch die Autobahn anerkannte.

«Das Jahr 2010 war ruhiger als 2009, aber die Art der Einsätze umfasste das ganze Spektrum von Bränden über Hilfeleistungen bis hin zu Absperrdiensten», berichtete Kommandant Markus Schmid bei der mit 63 Teilnehmern gut besuchten Mitglieder- und Dienstversammlung. Brandeinsätze und Verkehrsunfälle hielten die Floriansjünger in Atem. Der Großbrand im «Alpenhotel» in Pfronten verlangte auch den Nesselwanger Löschkräften alles ab, zeitweise waren rund 200 Feuerwehrleute aus der ganzen Umgebung im Einsatz. «Der Einsatz wurde von allen Seiten gelobt», gab Schmid das Kompliment weiter.

«450 Einsatzstunden leisteten unsere Feuerwehrmänner im Jahr 2010 - und das meist während der Arbeitszeit», dankte Schmid den Arbeitgebern. Fast 200 Stunden Absperrdienste und Sicherheitswachen fielen an. Eine Katastrophenschutzübung im ABC-Bad mobilisierte über 200 Helfer von Feuerwehr, Rettungsdienst, Technischem Hilfswerk, Landratsamt und Polizei. «Wenn es bei der Nachbesprechung nicht nur Lob, sondern auch Kritik gab, ist das Ansporn, aus Fehlern zu lernen», so Schmid. Beim Vollbrand eines Lkw bei der Autobahnbrücke Enzenstetten gerieten die Florianjünger selbst in Bedrängnis: Ihr altersschwacher Unimog blieb mit Defekt auf der Autobahn liegen und musste abgeschleppt werden. Schon drei Wochen später wurde ein Ersatzfahrzeug beschafft, das in 300 Arbeitsstunden in Eigenleistung umgebaut wurde.

«Der Umbau hat sich gelohnt. Jetzt steht uns wieder ein zeitgemäßer Unimog im Dienste der Bevölkerung zur Verfügung», dankte Schmid der Gemeinde für die «prompte und unkomplizierte Bereitstellung» der Mittel.

Ausbildung, Fortbildung, Lehrgänge und Übungen wurden großgeschrieben: 2386 Stunden leisteten die Nesselwanger Feuerwehrmänner. «Sieben junge Kameraden absolvierten die 30 Abende umfassende Ausbildung als Truppmann. Das ist in der heutigen Freizeitgesellschaft nicht selbstverständlich», lobte Schmid Absolventen und Ausbilderteam. 15 Mitglieder stellten sich erfolgreich Prüfungen in den verschiedenen Leistungsstufen.

Vereinsvorsitzender Armin Schwarz blickte in seinem Bericht auf ein reges Vereinsjahr zurück. Die Weihe einer neuen Fahne, bei der alle Wehren des südlichen Landkreises vertreten waren, ein mehrtägiger Vereinsausflug nach Köln und der Auftritt des «Broadway Joe» in der Alpspitzhalle waren unter den Höhenpunkten.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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