Erdumradler
In zwei Jahren um die Welt

Sein geliebtes Weizenbier wird Heinz Allgaier die nächsten zwei Jahre wohl öfter entbehren können. Denn nicht überall auf seiner bevorstehenden Weltreise auf dem Fahrrad dürfte er das Glück haben wie einmal in Peking: Dort erlebte er in einem Café just die Präsentation einer Münchner Brauerei mit. Und musste den Kellner erst mal aufklären, dass es sicher nicht am «schweren» Weizenbier lag, dass sein Glas den Boden verlor

Rund 58000 Kilometer liegen vor Heinz Allgaier, wenn er sich am Samstag, 7. Mai, auf den Weg macht. Und das für einen guten Zweck: Einen Euro pro gefahrenen Kilometer sollen Sponsoren für aidskranke Kinder in Afrika stiften. Derzeit ist er noch auf der Suche nach Wohltätern. Sportlich sieht sich der 48-Jährige gut vorbereitet, in dessen Wohnzimmer die Pokale mindestens ebenso häufig sind, wie die Reiseführer: Vor allem in Tischtennis, Tennis und später Squash war er aktiv - letzteres gekrönt mit zwei deutschen Vizemeistertiteln der Herren 35 - ehe er vor zehn Jahren aufs Mountainbike umstieg. Jeweils seinen gesamten Jahresurlaub nahm er mehrfach dazu her, vom Sattel aus irgendeine schöne Ecke der Welt zu erkunden. «Südafrika war überragend», erzählt er.

Dort erlebte er nicht nur traumhafte Landschaften, sondern auch sehr herzliche Menschen, die ihn seiner Hautfarbe und der üblichen Rassendifferenzen zum Trotz überall gerne beistanden. «Deswegen bin ich auf die Idee mit den Spenden für aidskranke Kinder gekommen», so Allgaier.

Sein Lieblingsland liegt jedoch auf einem anderen Kontinent: «In Argentinien passt einfach alles», sagt der bekennende Genießer: «Die Rindersteaks, die hervorragenden Rotweine - und die hübschen Mädels.» Die offene, hilfsbereite Mentalität der Menschen genoss er in Südamerika ebenso wie in Südafrika: «Einmal ist auf einer gefährlichen Strecke ein Mopedfahrer lange hinter mir hergefahren, um mich gegen den Verkehr abzuschirmen.»

Sorgen, sich nicht verständlich machen zu können, hat Allgaier nicht. Wo Englisch und Spanisch nicht weiterhelfen, nutzt er eben Hände und Füße: «So bin ich sogar in China durchgekommen.» Auch sein Beruf als Logistiker, durch den er schon weit herumgekommen ist, hilft ihm, sich überall zurechtzufinden.

Dennoch plagen ihn noch zwei große Sorgen: die um seine Gesundheit - etwa, dass er sich in Afrika Malaria holen könnten - und die Angst um sein Fahrrad.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen