Fundstücke
Historische Raritäten im Heimathaus Nesselwang zu sehen

Allerlei Spannendes ist in den vergangenen Jahres teils zufällig im Nesselwanger Boden aufgetaucht, von der 500 Jahre alten Geschützkugel bis zu einer 5600 Jahre alten Tanne. Diesen Funden ist ein neuer Ausstellungsteil im Heimathaus unter dem Titel «Historische Funde in Nesselwang» gewidmet. Er ergänzt den wachsenden ortsgeschichtlichen Ausstellungsteil im Obergeschoss.

Bei den Erdarbeiten zum Bau der Ortsumfahrung von Wank waren die Arbeiter vor einigen Jahren auf einen Baumstamm gestoßen. Fachliche Untersuchungen ergaben, dass es sich um eine etwa 5600 Jahre alte Tanne handelt. Von ihr ist nun im Heimathaus eine Baumscheibe zu sehen. << Wir danken dem ehrenamtlichen Geologieforscher Hans Geyer für sein Entgegenkommen >>, freut sich der Vorsitzende des Heimathausvereins, Manfred Hailer.

Weitere Funde stammen von der Ansiedlung eines Verbrauchermarktes auf dem Gelände der ehemaligen Bärenbrauerei. Um die Zufahrt zu verbreitern, war das denkmalgeschützte Anwesen teilweise abgebrochen worden. Kunst- und baugeschichtliche und archäologische Befunde erbrachten neue Erkenntnisse zu der bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts zurückreichenden Baugeschichte auf dem Platz im Ortskern.

Zeugnisse davon sind nun im Heimathaus ausgestellt. Auf die Zeit zwischen 1450 und 1550 datieren Fachleute auch eine in Nesselwang gefundene, 5070 Gramm schwere Geschützkugel aus unreinem Blei.

Das Datum des vierten Fundes ist jünger, die Entwicklung des << Fundstücks >> dafür umso älter. Kohlemangel nach dem Ersten Weltkrieg hatte dazu geführt, dass 1919 auf Höhe des heutigen Fischersäge-Steges am linken und rechten Wertachufer die Familie Röck und das Allgäuer Überlandwerk Braunkohle abbauten. In dieser Ausstellungssequenz wird auch auf den von Peter Heel 1998 in Eigeninitiative freigelegten Schaustollen im Wertachtal verwiesen.

Diese Raritäten können auch anlässlich der nächsten Sonntagsöffnung des Heimathauses am 7. August von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Das Museum hat ansonsten jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne angenommen.

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