Debatte
Görisried kritisiert Landesentwicklungsprogramm Bayern

Die Görisrieder Räte sorgen sich um die Zukunft ihrer Gemeinde. Sie fürchten, in Zukunft in ihrer Entwicklung zu sehr eingeschränkt zu werden. Deshalb haben sie in ihrer Sitzung zum Teil sehr detailliert zum Entwurf des Landesentwicklungsprogramms Bayern Stellung bezogen. Dabei wurde die Angst deutlich, durch diese Verordnung flössen künftig Fördergelder hauptsächlich zugunsten der Metropolen, die ländliche Region mit ihren kleinen Gemeinden könnte dagegen leer ausgehen.

Der Gemeinderat regte an, die Lebens- und Arbeitsbedingungen nicht nur zu erhalten, sondern auch zu verbessern. Deshalb sollen Regelungen hierzu nicht nur für Teilräume gelten, die besonders vom demografischen Wandel betroffen sind.

Vielmehr sollte der öffentliche Nahverkehr in allen Teilräumen gestärkt und damit der weniger mobilen Bevölkerung Rechnung getragen werden.

Zum Kapitel Raumstruktur stellten die Räte fest, dass Görisried bisher zum ländlichen Teilraum gehört, dessen Entwicklung in besonderem Maße gestärkt werden soll.

Im Entwurf wird Görisried nur noch als 'allgemeiner ländlicher Raum' eingestuft. Änderungen in der Landesplanung oder Raumstruktur dürften aber keine Verschlechterung für die Gemeinde darstellen.

Flächen der Bundeswehr nutzen

Eine Entwicklung und der damit verbundene Erhalt von Förderungen – etwa für wirtschaftsfördernde Maßnahmen, Flurbereinigung oder Dorferneuerung – sollten nach wie vor gegeben sein.

Insbesondere sollte der Gemeinde die Weiterentwicklung der Bundeswehrflächen am Ochsenhof, die sich für eine Konversion sehr gut eigneten, ermöglicht werden.

Die Gemeinde dürfe in ihrem weiteren, verträglichen Wachstum nicht eingeschränkt werden, forderten die Räte. Deshalb soll die Innenentwicklung zwar forciert werden, die Ausweisung von Neubaugebieten aber auch künftig möglich sein.

Ein Ausbau der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur, aber auch Neubau etwa einer Ortsumgehung wegen des steigenden Verkehrsaufkommens zur naheliegenden Autobahn solle möglich sein.

Die Ausweisung des beantragten und von der Gemeinde befürworteten Sonderlandeplatzes für Ultraleichtflugzeuge für eine örtliche Firma, die Tragschrauber herstellt, sollte ebenso ermöglicht werden. Im Bereich Nah- und Grundversorgungsstruktur soll verträglicher Einzelhandel erhalten und verbessert werden.

Für Land- und Forstwirtschaft sollen die Bedingungen verbessert werden. Außerdem soll es auch in kleinen Gemeinden Energiespeichermöglichkeiten geben.

Bei Bedarf eigene Gebiete

Für den Fall, dass die im Regionalen Planungsverband für die jeweiligen Landkreise ausgewiesenen Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für Windräder aufgegeben werden müssen, sollte die Gemeinde Sonder- oder Vorbehaltsgebiete ausweisen dürfen.

Außerdem forderten die Gemeinderäte den Erhalt und Ausbau der örtlichen ärztlichen Versorgung und der sozialen Einrichtungen sowie den Erhalt der Grundschule – auch mit Kombiklassen – am Ort und den Erhalt der Mittelschule in unmittelbarer Nähe.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen