Neujahr
Gemeinde Nesselwang würdigt Ehrenamt ndash Hörmann gibt Impulse

'Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können viel verändern:' So charakterisierte Nesselwangs Bürgermeister Franz Erhart das bürgerschaftliche Engagement der diesjährigen Preisträger der 'Goldenen Nessel'. Alljährlich wird am Dreikönigstag im Rahmen des Neujahrsempfangs ausgewählten Bürgern diese Ehre zuteil - stellvertretend für andere, die sich ehrenamtlich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Die Wahl fiel diesmal auf zwei Persönlichkeiten des kulturellen Lebens: Arno Möst und Hermann Ambros.

'Mit Ihrem Wirken geben Sie bürgerschaftlichem Engagement ein Gesicht', dankte Erhart. Es gebe unendlich viele Möglichkeiten, sich einzubringen und aktiv zu werden. 'Egal auf welcher Ebene, ehrenamtliches Tun ist für jede Gemeinde ein Gewinn', so der Bürgermeister, der zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Vereinsleben, Kirche und Gesellschaft begrüßen konnte.

Der Frage: 'Wo stehen wir?' ging der Oberallgäuer Alfons Hörmann, Unternehmer und Präsident des Deutschen Skiverbands (DSV), nach und zeigte als Fazit Widersprüchlichkeiten auf. Fehlendes Vertrauen bei den Banken, Nervosität an den Märkten und Defizite bei der Energiewende machte der Redner als besondere Probleme aus. Nicht einmal ansatzweise sei ein schlüssiges Energiekonzept zu erkennen. Hier wünschte er sich eine professionelle Herangehensweise.

Die Neuverschuldung sei zwar hierzulande reduziert worden, aber die absolute Verschuldung bleibe. Und die Kapitalmärkte forderten 'brutale Opfer'. Deutschland sei dank der Agenda 2010 besser aufgestellt, die Politik habe ihre Hausaufgaben gemacht, lobte Hörmann. Generell empfahl er mehr Lebensqualität statt ständiger Anhebung des Lebensstandards: 'Lieber ärmer, aber glücklicher.'

'Die Krise fördert den Gemeinsinn', war Hörmann überzeugt und begrüßte den Nesselwanger Brauch, das Ehrenamt zu würdigen. Mit einem Gebet Martin Luthers knüpfte die evangelische Pfarrerin Dr. Ulrike Kuschel an, in dem es heißt: 'Herr, lehre mich, im anderen die Talente zu entdecken.'

Der katholische Pfarrer Heribert Stiegler wünschte sich in der Politik Menschen, die Entscheidungen träfen, die der Gerechtigkeit dienten, ohne auf Wählerstimmen zu schielen.

Michael Schade, Vorsitzender des Verkehrsvereins, überreichte der Gemeinde eine Spende über 1000 Euro (Erlös des Weihnachtsmarkts) für neue Spielgeräte. Viel Beifall ernteten Gesangssolistin Andrea Jörg aus Oberschwarzenberg und Elvira Dietrich aus Nesselwang am Klavier.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2020