Winter
Expertentipps zum Skitourengehen: bergauf und bergab gut unterwegs

Raus aus dem Alltag, hinein in die Natur und nach geschafftem Aufstieg atemberaubende Panoramen und das grenzenlose Gefühl von Freiheit beim Abfahren genießen: diese einzigartige Kombination macht Skitourengehen so beliebt.

Im voralpinen Ostallgäu, wie in Nesselwang oder im benachbarten Tannheimer Tal finden Skitourengeher sowohl auf der Piste als auch im freien Gelände ein breitgefächertes Angebot – angefangen von einer präparierten Aufstiegsspur und regelmäßigen Tourenabenden bis hin zum Hüttenabend für Gleichgesinnte.

1. Vorbereitung und die richtige Ausrüstung - das 'A und O'

Beim Tourengehen ist es wichtig, sich im Vorfeld genau über die Schnee- und Wetterbedingungen zu informieren. Anhand der Wetter- und Lawinensituation entscheidet z.B. Bergschulleiter Wolfgang Pohl, wo die Tour stattfinden soll: 'Mit dem Lawinenlagebericht und guten topographischen Karten kann der erfahrene Skitourengeher entscheiden, welche Hänge aufgrund ihrer Steilheit und Exposition gefährlich sind.'

Verlässliche Informationen zum Bergwetter und der aktuellen Lawinensituation gibt es über den Lawinenwarndienst Bayern. Je nach Art der Tour variiert auch die Ausrüstung: Egal ob Skitour auf der Piste oder gleich Freeride abseits von gespurten Routen – die Grundausrüstung ist abhängig vom persönlichen Fahrstil und Können. Ein passender Ski mit Tourenbindung, Skischuhe mit sogenanntem Walkmechanismus und rutschfestem Profil sowie verstellbare Stöcke und ein Helm gehören aber dazu.

Abseits der präparierten und markierten Pisten ist grundsätzlich eine Lawinensicherheitsausrüstung bestehend aus LVS, Schaufel und Sonde unumgänglich und überlebenswichtig. Je nach Länge und Charakter der Tour kommen auch noch zusätzliche Ausrüstungsgegenstände wie Karte, Erste-Hilfe-Set, Verpflegung und Sonnencreme in den Rucksack. Nachttouren sollten nur mit Stirnlampe unternommen werden.

2. Die Technik macht’s: Tipps für Aufstieg und Abfahrt

Skitourengehen ist Ausdauersport, eine gute Gesundheit und eine gute Selbsteinschätzung wird voraus gesetzt: 'Zeitdruck sollte vermieden und das Tempo muss so gewählt werden, dass niemand in der Gruppe außer Atem kommt.'

Zudem rät der Bergschulleiter von großen Gruppen und Alleingängen ab. Beim Aufstieg in Steilhängen sollten die Tourengeher im Abstand von zehn Metern zueinander aufsteigen, um die Belastung auf die Schneedecke zu reduzieren. In Skigebieten dürfen Tourengeher nur am Pistenrand und nicht nebeneinander aufsteigen, um sich und die abfahrenden Skifahrer nicht zu gefährden. Die Natur ist bei Skitouren besonders intensiv erlebbar: unberührte Schneeflächen, spektakuläre Panoramen und eventuell sogar das ein oder andere Wildtier. Für den Schutz der Natur sollten Tourengeher so wenig Lärm wie möglich verursachen sowie Schutz- und Sperrgebiete respektieren. 

3. Nach der Tour ist vor der Tour

Insbesondere die Skitourenfelle verlangen nach einer Tour eine besondere Behandlung, um möglichst lange ihre Funktion zu erhalten. Am besten klebt man nach der Skitour die beiden trockenen Felle mit einer Trennfolie aneinander und lagert sie trocken und dunkel. bis zur nächsten Tour. 'Um den Spaß beim Tourengehen lange zu gewährleisten, sollten Tourengeher die Skier auch wachsen, hin und wieder die Kanten schleifen lassen und den Belag ausbessern', so der Ausrüstungsexperte weiter.[/p]

4. Skitouren in unbekanntem Gelände oder für Einsteiger

Zur besseren Orientierung ist meist die gesamte Route an jeder Talstation mit Hinweistafeln ausgeschildert. Die Tour auf den Edelsberg bei Nesselwang (zwei Drittel im Skigebiet der Nesselwanger Alpspitzbahn) ist vor allen Dingen als kurze Eingehtour oder als Trainingstour zu empfehlen. Auch wenn die Lawinenverhältnisse größere Unternehmungen nicht zulassen, ist die Tour auf den Edelsberg und die Skitour auf die Alpspitze, die man als zweiten Gipfel einfach mitnehmen kann, da der größte Teil des Weges auf gleicher Strecke verläuft, recht beliebt.

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