Ostern
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Eine Tradition an Ostern: Kein Fest ohne verzierte Eier

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Eine feste Tradition über die Osterfeiertage ist das Bemalen und Verzieren von Eiern. Die Kunstwerke werden dann am Ostersonntag versteckt und von Kindern gesucht. Die meisten Ostereier im Allgäu besitzt wohl Monica Meyer-Nusser aus Nesselwang. In ihrem Museum stehen rund 2.500 Eier aus der ganzen Welt.

Entdeckt und gekauft hat sie die Einzelstücke auf Märkten in ganz Deutschland, auch auf Ihren Reisen quer über den Globus findet sie immer wieder besondere Eier. Für sie ist einfach das ganze Jahr über Ostern.

Die Sammelleidenschaft hat vor gut 30 Jahren angefangen - und zwar mit einem selbstbemalten Ei Ihrer Schwester. Darauf zu sehen: Die Familie von Monica Meyer-Nusser.

Verzierte Eier schon in vorchristlicher Zeit

Bereits die alten Ägypter verwendeten bemalte Eier als Grabbeigabe. Da waren sogar schon Punkte und Streifen auf den Eiern, erzählt Monica Meyer-Nusser. Besonders im Biedermeier-Zeitalter, zwischen 1815 und 1849, waren verzierte Eier sehr beliebt. Damals haben die Menschen die Eier meisten mit kleinen Sprüchen versehen und zu besonderen Anlässen verschenkt. So wie wir den Brauch zu Ostern kennen, existiert er seit ungefähr seit 70 Jahren.

In Ihrem Museum stellt die64-Jährige aber nicht nur Gesammeltes, sondern auch Selbstgemachtes aus. Ihre Leidenschaft: Verzierte Eier im Biedermeier-Stil. Dazu ritzt, ätzt oder beklebt Meyer-Nusser die Eier. Alternativ fräst sie auch Muster – so wird zum Beispiel aus einem Straußenei ein filigranes Kunstwerk. Bemalen, das können andere besser als ich entgegnet die Expertin mit einem Schmunzeln.

Auch vollkommen ausgefallene und skurrile Exemplare findet der Besucher im Ostereiermuseum. So gibt es zum Beispiel eine Miniatursauna in einem Hühnerei oder das berühmte Gemälde Der Kuss von Gustav Klimt auf Ei gebannt.

Den Überblick verliert Monica Meyer-Nusser trotz der Vielzahl nicht. "Ich errinere mich an jedes Ei, welches ich gesammelt habe". Jedes Jahr sucht Sie sich auch ein "Ei des Jahrs" aus.

Trotz der vielen Sammelstücke in Ihrem Museum: Monica Meyer-Nussers größter Wunsch ist noch unerfüllt: Ein Ei von einem Pinguin. Das sieht aus wie ein kleiner, weißer Schneeball.

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