Landratswahl
CSU nominiert Haldenwangs Rathauschef Anton Klotz einstimmig als Kandidaten für 2014

Gerade ist Anton Klotz ein dicker Stein vom Herzen gefallen. Dementsprechend ist das Lächeln, mit dem er ans Rednerpult tritt, ein riesengroßes Strahlen. Denn mehr Rückhalt geht nicht: Von den 124 gültigen Stimmen entfallen 124 auf Anton Klotz.

Zwei weitere Stimmen sind ungültig. Die Mitglieder der CSU-Kreisvertreterversammlung haben ihm also gerade zu 100 Prozent ihr Vertrauen ausgesprochen. Sie alle wollen den amtierenden Bürgermeister von Haldenwang bei der Landratswahl 2014 als Vertreter der CSU ins Rennen schicken.

"To-ni, To-ni", skandiert der Saal applaudierend, als Klotz die Wahl annimmt. Und sich freut, dass er mit seinen 100 Prozent noch das Traumergebnis von Ilse Aigner getoppt hat. Sie war gerade erst mit 99,7 zur Vorsitzenden des CSU-Bezirks Oberbayern wiedergewählt worden. Dass dieses Ergebnis durch den Abend in Oy-Mittelberg ins Wanken geraten würde, war dem Oberallgäuer Kreisvorsitzenden Joachim Konrad von vornherein klar, wie er sagt.

Und zwar aus den Gründen, die er schon in seiner Begrüßung dafür genannt hatte, warum Klotz "alles hat, was ein Landrat braucht": 23 Jahre als Bürgermeister hätten ihm viel Erfahrung und ebenfalls lange Jahre im Kreistag sowie anderen Gremien das nötige Rüstzeug gebracht. Zudem habe sich Klotz große Wertschätzung in der Bevölkerung erarbeitet. Und nicht zuletzt sei er "ein großartiger Mensch", der sich stets Zeit nehme und dazu noch Humor habe.

Und hohe Ansprüche, wie der 60-Jährige in seiner Ansprache unter dem Titel "Unser Landkreis 2020 - familienfreundlich und wirtschaftlich stark" vor dem Wahlgang selbst erläutert. Dabei betont er, dass es nicht darum gehe, einen Gebhard Kaiser, der 2014 nach fast 40 Jahren von der politischen Bühne abtritt, kopieren oder ersetzen zu wollen.

Es gehe vielmehr darum, sich eigene Ziele zu stecken und diese zu erreichen - und eigene Duftmarken zu setzen. Eine Herausforderung sieht der Vater zweier erwachsener Kinder im demografischen Wandel. Noch gebe es im Oberallgäu zwar lebendige Gemeinden und Dörfer mit ihrem traditionsreichen bäuerlichen Erbe, es gebe zukunftsfähige Standorte für Wirtschaft, Einzelhandel und Dienstleistungen sowie Schulen vor Ort und lebendige Wohnquartiere.

Dabei dürfe man aber auch nicht außer Acht lassen, dass Kindergärten und Schulen nicht mehr ausgelastet seien, Geschäfte und Gaststätten schließen und Bauernhöfe aufgelassen würden. Deshalb gelte es, Dörfer und Gemeinden für junge Familien attraktiv zu erhalten.

Wichtige Themen sind für Klotz auch der Tourismus sowie die Energiewende. Sie gelinge unter anderem, wenn man auch vor der eigenen Haustür Strukturen für regenerative Energien akzeptiere und den Menschen- vor den Artenschutz stelle. Dazu sein klarer Standpunkt: "Es kann nicht sein, dass in manchen Fällen drei Vögel mehr wert sind als 300 Menschen."

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