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Bürgerversammlung Görisried: Fragen zu Schule und Schulden

In der Bürgerversammlung Görisried dankte Bürgermeisterin Thea Barnsteiner den Bürgerinnen und Bürgern für die hohe Spendenbereitschaft im vergangenen Jahr. Dabei listete sie die Spender ab 1000 Euro namentlich auf. Daneben seien aber noch zahlreiche kleinere Spenden eingegangen. 2011 seien für den Multifunktionsplatz 18 520 Euro und für den Beachvolleyballplatz von 2009 bis 2011 insgesamt 6100 Euro eingegangen. Auch Kindergarten und Schule erhalten von Elterninitiative und Basarteam regelmäßig Spenden.

Nach Fertigstellung der Hochwasserschutz-Maßnahme an Horn- und Waldbach war heuer der Eigenanteil der Gemeinde an deren Kosten im Haushalt einzustellen. Dadurch erhöht sich bei derzeit 1303 Einwohnern die Pro-Kopf-Verschuldung auf 2279 Euro gegenüber 1756 Euro im Vorjahr bei 1277 Einwohnern. Laut Investitionsplanung soll die Verschuldung anschließend langsam wieder fallen.

Dazu wollte ein Bürger aus Wildberg wissen, was mit den Gewinnen aus den Fotovoltaikanlagen gemacht werde. Ihm wurde geantwortet, dass diese nach wie vor in die Schuldentilgung fließen. Ihm wurde angeboten, die Wirtschaftspläne vom Kommunalunternehmen und der GmbH im Rathaus einzusehen, da die näheren Erläuterungen die Bürgerversammlung sprengen würden. Denn im Kommunalunternehmen seien nicht nur die Solaranlagen, sondern auch der Bauhof und weitere Einrichtungen enthalten.

Schulhaus verkauft

Im Rechenschaftsbericht der Bürgermeisterin sei zwar die Verschuldung der Gemeinde angesprochen worden, aber kein Wort darüber gefallen, wie die Gemeinde diese Schulden zu verringern gedenke, bemängelte der Bürger weiter und sprach den Verkauf des Schulhauses an den Schulverband an.

Als Vertreter der Gemeinde im Schulverband antwortete Hermann Fendt, dass sich der Gemeinderat viele Gedanken zu diesem Thema mache. Aus der Sanierung der Görisrieder Grundschule vor sieben Jahren seien noch 300 000 Euro offen.

Jetzt aber müsse die Gemeinde die Sanierung der Verbandsschule in Unterthingau anteilsmäßig mittragen. Da sie aber beide Schuldendienste nicht schultern könne, habe sie das Schulhaus um diesen offenen Betrag an den Schulverband übertragen.

Hier sei ein ganz vernünftiger Vertrag abgeschlossen worden, der den Görisrieder Schulstandort für viele Jahre sichere. Der Verkauf habe nichts mit Überschuldung und schlechter Haushaltsführung zu tun.

Unter Beifall der Anwesenden zeigte Fendt noch auf, dass heuer trotz Übernahme des Eigenanteils an der Hornbachsperre in Höhe von rund 1,05 Millionen Euro lediglich 950 000 Euro neu an Krediten aufgenommen werden müssen.

Der Gemeinderat habe ein klares Ziel und leiste trotz notwendiger Investitionen jährlich rund 190 000 Euro Tilgung. Die Gewinne aus den Solaranlagen würden dort, wo es notwendig sei, zur Schuldentilgung verwendet. Zum Schluss stellte Manfred Guggenmos vom Energiezentrum Allgäu noch Möglichkeiten der Stromspeicherung vor.

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