Neubau
Brückenschlag per Rad- und Gehweg

Die Hartnäckigkeit des Marktes Nesselwang hat sich ausgezahlt: Seit gestern verbindet ein Geh- und Radweg parallel zur B309 Nesselwang und Pfronten. Geplant war der eigentlich nicht: Für Radfahrer war vorgesehen, dass sie über die Brücke nach Nesselwang-Wank und weiter über die ehemalige Bundesstraße fahren, erklärt Josef Merk vom Staatlichen Bauamt Kempten. «Aber das hat so nicht funktioniert», sagt Bürgermeister Franz Erhart. Stattdessen fuhren immer wieder Radler den bestehenden Weg bis zu dessen Ende - um dann auf die Bundesstraße zu wechseln.

Das müssen sie allerdings noch immer: Der Radweg mündet kurz vor Pfronten-Kappel auf die Bundesstraße, die dort nach Fertigstellung der Umfahrung voraussichtlich zur Pfrontener Gemeindestraße abgestuft wird. Dann liege es an der Gemeinde, dort eventuell einen Fahrstreifen für Radler zu markieren, so Merk. Das Staatliche Bauamt plane auf jeden Fall keine Fortsetzung des Radwegs.

Aufs Moor aufgeschüttet

Genau 517 Meter ist das neue Teilstück des Radwegs lang. Dass er höher liegt als die Bundesstraße, was vielleicht der eine oder andere als optisch störend empfinde, liege an der Rücksicht auf den Naturschutz, erklärt Merk. Das dortige ökologisch wertvolle Moor sollte auf keinen Fall entwässert werden. Deshalb habe man den Untergrund unverändert gelassen. Auf ein Gewebe wurde ab Mitte September die Trasse für den neuen Radweg aufgeschüttet - die leicht gewellt den natürlichen Geländeverlauf nachzeichnet.

Nach einer fünfwöchigen Setzungszeit wurde im Oktober die Asphaltdecke eingebaut. Bis Ende vergangener Woche war dann noch der Randstreifen in Arbeit.

Knapp 100000 Euro, komplett aus Bundesmitteln, investierte das Staatliche Bauamt in den neuen Radweg. Damit sei die gewählte Bauweise nicht nur besser, sondern auch kostengünstiger als eine mögliche Alternative, so Merk. Dabei wäre die Trasse ins Gelände eingegraben und mit Folie abgeschottet worden. Der Radweg hätte so rund 140000 Euro gekostet.

Für den Markt Nesselwang sei der neue Rad- und Gehweg als Verbindung zur Nachbargemeinde Pfronten ein Höhepunkt, betonte Bürgermeister Erhart. Sehr positiv sei es, dass auch die Grundstücksbesitzer mitgespielt hätten und gleich bereit gewesen seien, die nötigen Flächen abzugeben.

Nun fehle noch der Radweg in Richtung Wertach entlang der Kreisstraße, dessen Planung bis zum Feriendorf Reichenbach bereits vorliege, so Erhart. Auch in der anderen Richtung der B309 von Nesselwang nach Oy laufe bereits die Planung für einen Radweg bis Gschwend und zur Wertachbrücke. Bei deren Neubau werde ebenfalls eine Spur für Radlfahrer vorgesehen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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