Militär
Britische Soldaten beim Alpine Challenge in Wertach

Die geschundenen Füße stecken in Eimern mit eiskaltem Wasser, verkrusteter Matsch bedeckt die schmerzenden Waden. Doch tatsächlich: Den drei britischen Soldaten, die als erstes Team beim Marathon des Alpine Challenge das Ziel erreicht haben, gelingt sogar noch ein Lächeln. Achteinhalb Stunden sind sie gelaufen, haben einen Höhenunterschied von rund 3000 Metern bewältigt. Und haben noch viel vor sich: Denn das war erst Tag eins. Am zweiten Tag stehen Mountainbiken und Kanufahren auf dem Programm - insgesamt über eine Strecke von rund 30 Kilometern.

In Dreierteams kämpfen sich die Soldaten durch den Wettbewerb. Dabei haben sie ihre ganz eigenen Strategien, um durchzuhalten. Steve Ruxton, Dean Witworth und Colin Smith zum Beispiel haben es mit Humor versucht. Klar habe jeder von ihnen seine schwachen Momente gehabt, erzählen sie, aber dann habe einer einen Scherz gemacht und man habe sich gegenseitig aufgemuntert. Wie es insgesamt für sie war? << Sehr gut, aber sehr herausfordernd >>, sagt Colin Smith.

Beim Marathon müssen die Teams an zehn Kontrollpunkten vorbei. Um 13 Uhr steht Ross Kane, Cheforganisator der Alpine Challenge, am letzten dieser Punkte am Wertacher Hörnle und wartet darauf, dass das erste Team vorbei kommt. Es ist seit etwa fünf Uhr morgens unterwegs. Kane hat die anspruchsvolle Strecke selbst ausgesucht und gestestet.

Von Wertach geht es übers Wertacher Hörnle nach Oberjoch, Hinterstein, an der Imberger Hornbahn vorbei und zurück nach Wertach. Dass es hart wird und manche aufgeben werden, weiß Ross Kane. Aber er sieht das pragmatisch: << Wenn jeder durchkommen würde, dann wäre es ja keine Herausforderung. >>

Wichtige Bestandteile

Und um die Herausforderung geht es schließlich: Mut, Ausdauer, Disziplin, Teamgeist - das seien wichtige Bestandteile des Soldatentums und eben diese Werte stehen bei der Alpine Challenge im Vordergrund, sagt Pressesprecher Mike Whitehurst. Die Soldaten sollen physisch und mental an die Grenzen gebracht werden. << Noch freuen sie sich darauf, aber das ist kein Urlaub >>, lacht Whitehurst vor dem Wettbewerb.

Ross Kane gibt per Handy die Nachricht an das Organisationsteam am Zielpunkt weiter, dass das erste Team jetzt den letzten Kontrollpunkt zehn passiert hat. Immerhin 17 Teams haben den siebten Kontrollpunkt bereits hinter sich gelassen. Manche Teilnehmer haben sich dabei verletzt. Was mit einer Mannschaft geschieht, wenn ein Mitglied aufgibt oder verletzt ist? Dann entscheide das Team, ob es aufhören will oder bis zum Schluss weiter macht, erklärt Ross Kane. Gewinnen könne diese Mannschaft nicht mehr, aber manche wollten eben << zum Spaß >> bis zum Schluss durchhalten. Einen Preis bekommen die Sieger übrigens nicht - abgesehen von einem Pokal. Es gehe ausschließlich um Ruhm und Ehre, wie Mike Whitehurst erklärt. Wer beim Alpine Challenge mitgemacht hat beziehungsweise ihn sogar gewonnen hat - der ist in der britischen Armee so etwas wie ein Star.

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