Benefizkonzert
Benefizkonzert mit Musical-Stars in Nesselwanger Alpspitzhalle

Die rund 300 Besucher waren restlos begeistert - von Anfang an. Bereits beim ersten Lied «Ein bissl fürs Herz, ein bissl fürs Hirn» mit Ruwen Goyen klatschten sie in der Alpspitzhalle in Nesselwang mit.

Und auch während des übrigen gut zweistündigen Programms fiel die Zustimmung des Publikums fast durchweg lautstark aus, das sich am Schluss aus Respekt vor den musikalischen Leistungen der zwölf Akteure zum Applaus von den Plätzen erhob.

Respekt zollten die Besucher damit wohl auch der Einstellung der Künstler (die noch bis Sonntag mit dem Musical << Ludwig - der König kehrt zurück >> auf der Bühne der << Big Box >> in Kempten stehen), zugunsten eines guten Zwecks auf Gage zu verzichten. Das Konzept der << Kartei der Not >>, des Leserhilfswerks unserer Zeitung, habe ihn überzeugt, begründete Nils-Holger Bock sein Engagement.

Er betätigte sich mit Musical-Sisi Michaela Kovarikova, auf deren Initiative der Abend zurückging, auch als locker-charmant plauderndes Moderatoren-Paar. Dafür durfte er ihr zum Abschluss des << Liebesduetts >> aus dem << Tanz der Vampire >> unter dem Jubel der Zuschauer in den Hals beißen. << Bei den Proben hat sie mich das noch nicht gelassen >>, erzählte er. Für Hildegard Heubaum war dieses Lied der Höhepunkt des Abends.

Nicht nur der Musical-Freundin aus Hopfen am See, die schon in Füssen, Kempten und Stuttgart Vorstellungen besuchte, bereitete << Vampir >> Bock ein wohliges Gänsehaut-Gefühl. So erging es auch Gudrun und Heinz Ahrens, die spontan überlegten, nach den beiden Ludwig-Musicals im Festspielhaus Füssen nun auch das in der << Big Box >> in Kempten zu besuchen.

Karl-Heinz Ott, der wie sie aus Bießenhofen kam, genoss unterdessen die viele Abwechslung im Programm. << Das sieht man mal, was die alles können, außer Musical >>, meinte er. << Die singen mit viel Freude. >>

Tatsächlich merkte man den Darbietungen an, dass die Sänger das Programm im wahrsten Sinne des Wortes nach Lust und Laune zusammengestellt hatten. Als Christa Wettstein << L accordeoniste >> sang, meinte man, Edith Piaf stehe selbst auf der Bühne. Und Norbert Lamla hatte extra für den Abend Sinatra-Songs auf Deutsch einstudiert.

Für Ohr und Auge

Als Bond-Girls im Dreierpack boten Stefanie Kock, Kimberlys Kate Pöhner und Michaela Kovarikova in farblich passenden Kleidern << Goldfinger >> als ebenso musikalischen wie optischen Leckerbissen dar. Gleiches gelang dem von Michaela Kovarikova als << Schnittchen >> angekündigten Matthias Stockinger, der sich bei Leonard Cohens << Halleluja >> selbst auf der Ukulele begleitete. Aus aktuellem Anlass ergänzte William Cohn das Programm um ein Gedicht.

Mit der Geschichte von der gattenmordenden Försterfrau (<< Er war ihr bei des Heimes Pflege / seit langer Zeit schon sehr im Wege >>) erinnerte er an den gerade verstorbenen Loriot alias Vicco von Bülow.

Fast 1500 Euro an Spenden

Während auf diese Weise auch noch die Freunde von Loriots unerreichtem feinsinnigen Humor auf ihre Kosten kamen, lohnte sich der Abend auch für die << Kartei der Not >> und die von ihr unterstützten Menschen: Genau 1497,40 Euro landeten in den Spendenkörben.

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