Infoveranstaltung zur Energiewende
Bayerisches Energiekonzept in Nesselwang vorgestellt

Die Energiewende ist 'Herausforderung und Chance' zugleich: Das betonte Marion Lautenbacher vom Bayerischen Umweltministerium und stellte jüngst auf einer Infoveranstaltung des Kreisverbands Ostallgäu und des Ortsverbands Nesselwang der CSU das bayerische Energiekonzept 'Energie innovativ' vor.

Fukushima habe auch in Bayern ein Erdbeben in der Energiepolitik ausgelöst und zum Umdenken geführt, so die Leiterin des Referats Energiemanagement.

Das Ende der Kernenergie sei eingeleitet: Als letztes bayerisches Kernkraftwerk soll 'Isar 2' 2022 vom Netz gehen. Um den Ausfall zu kompensieren, soll der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung bis dahin verdoppelt werden.

Das größte Steigerungspotenzial liege bei Wind- und Sonnenenergie: der Stromanteil aus Photovoltaik könne vervierfacht, der aus Windkraft sogar verzehnfacht werden. Die größten Energiequellen seien jedoch 'Energiesparen und Energieeffizienz'. Eine Heizungsumwälzpumpe etwa könne ein Fünftel der Stromkosten eines Haushalts verursachen, mehr als Elektroherd oder Gefrierschrank.

Klimaziele erreichen

Gleichzeitig sollen die Klimaziele erreicht werden. Ziel sei es, die Kohlendioxid-Emissionen bis 2030 auf fünf Tonnen pro Kopf und Jahr zu verringern. 'Bayern wird sich verändern. Wir können nicht aus der Kernenergie aussteigen, ohne neue Anlagen zu bauen', erklärte Lautenbacher. Zwei Prozent der Landesfläche sollen für Windkraft zur Verfügung gestellt werden, 1000 bis 1500 neue Windkraftanlagen sollen entstehen und möglichst in Windparks konzentriert werden.

Lautenbacher sprach sich für einen 'Energiemix' aus. Die Energiewende führe zu einem Technologie- und Innovationsschub. Das Konjunkturprogramm 'Erneuerbare Energien' mit einem Investitionsvolumen von 27 Milliarden Euro sei ein 'Job-Motor'.

Mehr als die Städte profitiere der ländliche Raum von der Wertschöpfung.

Windkraft lohnt auch in Bayern

In der Diskussion wurde die undurchsichtige Preisgestaltung der Energieversorger kritisiert – ebenso bürokratische Hindernisse bei der Wasserkraftnutzung. Die Energiewende habe sich bei Ämtern noch nicht herumgesprochen. 'Lohnt sich überhaupt Windkraft im Süden?', lautete eine Frage. 'Wir werden in Bayern das tun, was wir tun müssen', bejahte Lautenbacher die Frage.

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