Entscheidung
Applaus für neue Skateranlage in Oy

Eine lebhafte Diskussion ging der Entscheidung der Mehrheit der Gemeinderäte in Oy-Mittelberg für die Neuanlage einer Jugendsportanlage westlich des Vereinsheims oberhalb der Sportplätze voraus. Letztlich stimmten zwölf Gemeinderäte für die Skaterbahn, drei waren hauptsächlich aus finanziellen Gründen dagegen. Die Argumente wurden sachlich ausgetauscht, unter den vielen Besuchern, die die Entscheidung beklatschten. Obwohl die Gemeindeordnung dies nicht erlaubt, hörten aufmerksam auch sieben Kinder zu.

Pro Sportanlage:

l Es ist wichtig, für Jugendliche vor Ort etwas zu bieten, auch im Hinblick auf den Tourismus (etwa Bürgermeister Theo Haslach).

l Den Wunsch hegen Eltern, Kinder und Jugendliche in Oy schon sehr lange, mindestens seit 15 Jahren. 'Das Projekt fiel immer dem Sparstift zum Opfer, jetzt ist es an der Zeit', meinte Gudrun Steiner.

l Die Bürger haben sich auch finanziell stark für die Anlage engagiert, 30 000 Euro wurden gesammelt. 'Welches andere Projekt wurde je so unterstützt?', fragte Hubert Schmöger.

l Die Anlage belastet die Gemeindekasse mit rund 60 000 Euro. 'Dafür ist keine Nettoneuverschuldung notwendig', sagte Bürgermeister Haslach.

l Die Anlage können nicht nur Skater und damit hauptsächlich Buben nutzen, sondern auch Inliner und Biker. 'Unter denen sind auch mehr Mädchen', meinte Norbert Trunzer. 'Dann dürften wir auch keine Fußballplätze bauen, den nutzen auch vor allem Buben', sagte Bürgermeister Theo Haslach.

l Ein idealer Platz wurde gefunden, Anlieger wie die Vereinsheimnutzer stören sich nicht am Lärm. 'Da gibt es keine negativen Stimmen', befand Reinhard Probst.

l Kritik am gemeindlichen Kostenanteil von 60 000 Euro wurde begegnet mit der Ansicht: 'Entweder machen wir eine attraktive Anlage, die dann auch viel genutzt wird, oder eine weniger attraktive mit wenig Nutzern', meinte Norbert Trunzer.

Contra Sportanlage:

l Oy ist mit acht Millionen Euro eine der am höchsten verschuldeten Gemeinden im Landkreis. Nicht einmal gut gepolsterte Kommunen leisten sich so einen Spaßfaktor. 'Zuhause können wir den Kindern auch nicht alles finanzieren, was sie sich wünschen, und dann die Schulden vererben', urteilte Albert Mayr.

l Eine Sportanlage gehört nicht zu den Pflichtaufgaben einer Gemeinde. 'Und wir sind strukturschwach und schon mit Pflichtdingen hintendran', mahnte ebenfalls Albert Mayr.

l Die Skater sind meist Buben, 'Mädchen fahren nicht so viel, die Hälfte der Jugendlichen hat also nichts davon', befürchtete wiederum Albert Mayr.

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