Altstädten
Allgäuer Ruhestandspriester Hermann Völck im Alter von 101 Jahren verstorben

Der Allgäuer Ruhestandspriester Hermann Völck ist am Dienstag, 15. Dezember, im Alter von 101 Jahren verstorben.  (Symbolbild)
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  • Foto: Arcaion von Pixabay
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Der Allgäuer Ruhestandspriester Hermann Völck ist am Dienstag, 15. Dezember, im Alter von 101 Jahren verstorben. Das teilt das Bistum Augsburg mit. Völck war fast 30 Jahre lang Pfarrer von Altstädten. Auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand 2002 war Völck noch mehrere Jahre lang in Altstädten und der Pfarreiengemeinschaft Sonthofen-Süd als Aushilfsgeistlicher tätig. Zuletzt war Hermann Völck der älteste noch lebende Priester der Diözese Augsburg.  

Vom Soldat zum Priester

Völck wurde am 7. April 1919 in Osterzell geboren. Von 1939 bis 1944 nahm er als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil. Vor allem der Fallschirmjägereinsatz auf Kreta und die Schlacht um das benediktinische Mutterkloster Monte Cassino mit seiner anschließenden Gefangennahme hätten ihn zeitlebens stark geprägt, so das Bistum. Nach dreijähriger Gefangenschaft kam er 1947 nach Deutschland zurück und nahm ein Studium als Vermessungstechniker auf. 

Später studierte er Theologie und Philosophie. 1959 wurde Völck zum Priester geweiht. Nach einer vierjährigen Kaplanszeit in Dillingen wurde Hermann Völck 1963 zum Militärpfarrer in Starnberg ernannt. 1972 erfolgte die Berufung zum Pfarrer von Altstädten. 

Bischof Bertram würdigt Völck

Bischof Bertram würdigte das reich gefüllte Leben des Verstorbenen: "Als junger Mann in den Strudel des 2. Weltkrieges als Soldat hineingezogen hat er auch sein Priestertum so verstanden, dass man ihn durchaus als 'Kämpfer' für das Reich Gottes verstehen kann", so der Bischof. So habe sich Völck auch gesellschaftspolitisch immer wieder eingemischt, wenn es um den Schutz des Lebens und die Förderung des christlichen Menschenbildes ging. "Papst Johannes Paul II. hat ihn als profilierte Priesterpersönlichkeit zum Kaplan Seiner Heiligkeit mit dem Titel Monsignore ernannt", so Bischof Bertram.

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