Heimatreporter-Beitrag
"Ofterschwang: Ortsdurchfahrt bis Mitte November dicht"

Nach dem Ausbau der OA5 von Westerhofen nach Ofterschwang werden nun ortsgestalterische Maßnahmen ergriffen, den Ortskern des Dorfes zu beruhigen.
Die anderen Ortsteile, insbesondere Sigishofen, Westerhofen und Oberzollbrücke, fallen offenbar hinsichtlich verkehrsberuhigender Maßnahmen "hinten runter".
Während vielerorts im Oberallgäu erfolgreich Maßnahmen entwickelt werden, den zunehmenden Verkehr in den Griff zu bekommen, wurden im Gemeindebereich Ofterschwang einige einsame 30 km/h-Markierungen auf die Straße gepinselt. 
Verkehrsinseln, Fahrbahnverengungen, Motorradfahrer "Bitte leise fahren ... Sie fahren durch ein Erholungsgebiet", ...? Nein, nicht bei uns!

Diese Passivität ist unverständlich, denn gerade diese Ortsteile haben ganz besonders darunter zu leiden, dass die Gemeinde den Ausbau ihrer Attraktivität für den Tourismus ständig weiter vorantreibt. 
Zu dem werktäglich durchfahrenden Verkehr (Busse, Schwerlastverkehr, Landmaschinen, Pkw und Motorräder) kommen immer mehr Fahrzeuge hinzu.
Gerade an den Wochenenden steigt deren Anzahl (im Sommer gerade der Motorräder) und der damit verbundene Lärm erheblich an. Und im Winter herrscht dann ab 08:30 h fast Kolonnenverkehr in Richtung Weltcup-Express und nach Schließung der Lifte wieder retour.

Die modernen Navigationssysteme machen es schließlich zusätzlich möglich, auch noch Ortsunkundige durch Wohngebiete zu leiten, um ein paar Fahrkilometer oder -minuten zu sparen oder um Staus auf der Bundesstraße bis zur offiziellen Abfahrt zu umgehen.
An geltende Tempobeschränkungen wird sich ohnehin auch von Einheimischen seltenst gehalten - unabhängig vom ständig steigenden Verkehrsaufkommen durch Tagestouristen.

Es werden Prioritäten gesetzt in Ofterschwang - die Errichtung eines Spielplatzes an der Weltcup-Hütte, die aufwendige Sanierung des Busche-Berta-Hauses, der Bau von Chalets im Bereich des Ofterschwanger Horns durch Verkleinerung des Landschaftsschutzgebietes usw. - alles Maßnahmen, durch die nur ein kleiner Einwohner-/Unternehmerkreis profitiert.

Und nun wird noch der zentrale Dorfbereich von Ofterschwang zusätzlich aufgewertet und beruhigt, während im Tal die stark frequentierten Straßen voller Schlaglöcher sind, Geh- und Radwege teils fehlen,  jedoch ein Verbesserungswille der Verkehrssituation dort nicht erkennbar ist. 
"Oben hui und unten pfui"?
Es wäre wirklich begrüßenswert, wenn man sich für die Erhaltung der Lebensqualität aller Einwohner der Gemeinde großzügiger und rücksichtsvoller einsetzen würde.

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