Risiko des ersten Wahlgangs
WM-Bewerbung Oberstdorf 2021: So läuft die Wahl im FIS-Vorstand

Nach den Präsentationen der drei WM-Bewerber am Dienstagnachmittag hatten die Vorstandsmitglieder des Internationalen Skiverbandes zwei Tage Zeit, bis sie am heutigen Donnerstagabend zur Wahl schreiten und dann gegen 18.30 Uhr Ortszeit (in Deutschland ist es bereits 1.30 Uhr in der Nacht auf Freitag) das Ergebnis bekannt geben.

Stimmberechtigt sind die 16 Council-Mitglieder sowie Präsident Gian Franco Kasper, der sich bei früheren Kongressen oft neutral verhielt und nicht an der Abstimmung teilnahm. Bei zu erwartenden engen Wahlausgängen – wie zuletzt in Barcelona, als Oberstdorf in allen drei Wahldurchgängen nur eine Stimme zur absoluten Mehrheit fehlte – gibt Kasper sein Votum aber auch ab.

Mehrere Wahldurchgänge sind deshalb möglich, weil der Sieger die absolute Mehrheit, also neun Stimmen, braucht. Schafft das kein Kandidat, scheidet derjenige mit den wenigsten Stimmen aus. Danach kommt es zur Stichwahl.

Das Risiko der Oberstdorf-Bewerbung liegt also im ersten Wahldurchgang, weil alle drei Bewerber traditionell ihre Unterstützer haben. Übersteht Oberstdorf Runde eins, scheint ein Erfolg sehr wahrscheinlich. Bei einem frühzeitigen Aus von Trondheim könnten die Oberstdorfer auf das Dreistimmen-Paket aus Skandinavien hoffen, beim Aus von Planica könnte Österreich das Zünglein an der Waage spielen – vielleicht sogar pro Oberstdorf.

Weitere WM-Vergaben in Cancun

  • Skiflug-WM 2020 Planica/Slowenien – einziger Bewerber.
  • Snowboard/Freestyle-WM 2021 Zhangjiakou/China – einziger Bewerber.
  • Alpin-WM 2021 Cortina d’Ampezzo/Italien – einziger Bewerber.
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