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Skispringen
Vierschanzentournee: Maximilian Mechler aus Isny ist einziger Allgäuer

Er galt als Jahrhunderttalent, als er 2003 mit 19 Jahren auf einem Weltcup-Podium landete. Dann wurde es still um Skispringer Maximilian Mechler aus Isny. Mittlerweile ist er 27 – und springt so gut wie seit Jahren nicht mehr. Als einziger Allgäuer nimmt er heute die Qualifikation beim Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf in Angriff und gilt als heißer Kandidat für den zweiten Durchgang. Nach dem überraschend starken Winter 2003/04 fiel Mechler in ein Loch.

Er konnte seine Leistungen nicht bestätigen und flog aus dem A-Kader des DSV. Im Continental Cup musste er sich neu beweisen. Heute weiß er: 'Wenn du erstmal den Faden verlierst, geht’s ganz schnell. Da ging’s mir wie grad’ dem Schorschi.' Den Oberstdorfer Georg Späth (30) plagt wie einst Mechler eine große Formkrise.

'Er muss wissen, dass es nicht von jetzt auf gleich wieder aufwärts geht', so Mechler, der selbst akribisch an sich gearbeitet hat, um irgendwann die Rückkehr zu schaffen. Jahrelang feilte er an der Technik. 'Es ging von Jahr zu Jahr besser', sagt er.

So gut wie zuletzt 2005

Vor diesem Winter wurde er belohnt. Erstmals wurde er wieder in den A-Kader berufen. 'Die Nominierung war der entscheidende Schub, denke ich', so der 27-Jährige. Er bedankte sich für das Vertrauen von Bundestrainer Werner Schuster mit einem 13. und zwei 15. Plätzen.

So gut sprang Mechler im Weltcup zuletzt 2005. Doch er will mehr: 'Ich bin soweit recht zufrieden, aber mein Ziel sind die Top Ten.' Mechler kommt entgegen, dass dem deutschen Team mit Severin Freund (23/Rastbüchl) und Richard Freitag (20/Aue) wieder zwei Siegspringer angehören.

'Die stehen im Fokus. Ich kann im Grunde machen, was ich will', so Mechler. Die Mikrofone bekommen meist nur Freund und Freitag vor die Nase gehalten.

Ähnlich war es auch beim letzten DSV-Training in Oberstdorf. Freund war der einzige, der Autogramme schreiben durfte. Mechler konnte auf sich schauen – und erkannte alte Fehler: 'Ich bin gern zu spät am Tisch.'

Doch er war zufrieden und hat ein Ziel für die Tournee, das vor zwei Jahren noch völlig utopisch schien: 'Ich will vier Mal in den zweiten Durchgang.'

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