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Langlauf
Top-Leistung auch im Skiathlon: DSV streicht Heimflug von Sofie Krehl (21) aus Oberstdorf

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Die 21-jährige Langläuferin Sofie Krehl hat nach ihrem überraschenden 17. Platz beim Teamsprint der Nordischen Ski-WM in Lahti auch beim 15-km-Skiathlon am Samstag mit einer Top-Leistung überzeugt und darf auf weitere Einsätze hoffen. Ihr Heimflug am Samstagabend wurde vom DSV kurzfristig gestrichen.

Die Oberstdorferin landete als drittbeste Deutsche hinter Katharina Hennig (Oberwiesenthal/Rang 11) und Victoria Karl (Zella-Mehlis/15) auf Platz 16. Krehl war nach 7,5 km klassisch als 17. in die Wechselbox gekommen, legte mit 29,4 Sekunden den schnellsten Skiwechsel der gesamten Konkurrenz (Weltmeisterin Marit Björgen benötigte 35,2 Sekunden) hin und überzeugte auch auf der 7,5 km langen Skatingstrecke.

Krehl strahlte im Ziel: 'Ich bin sehr zufrieden. Hinten raus ging es richtig gut.' Begeistert war die WM-Debütantin auch von der Stimmung mit 35.000 Zuschauern im Stadion und an der Loipe: 'Das war ziemlich cool. An jedem Streckenteil war es richtig laut.

Hoffnungen auf einen weiteren Einsatz wollte sich Krehl nicht machen: 'Nee, das war ein super Rennen, aber die Staffel überlasse ich mal den anderen. Die sind einfach erfahrenen.' Auf die Frage, wie es bei ihr weitergehe, antwortete sie: 'Ich werde jetzt dann noch die Jungs anfeuern – und fliege dann heim.'

Zu diesem Zeitpunkt wusste Krehl noch nicht, dass der Sportliche Leiter beim DSV, Andreas Schlütter, ihren Heimflug kurzfristig gestrichen hat. DSV-Sportdirektorin Karin Orgeldinger begrüßte die Verlängerung von Krehls WM-Aufenthalt: 'Sie hat sich das redlich verdient. Und die Trainer haben für die anstehenden Rennen noch eine Option.'

Ob die Personalentscheidung nur wegen Krehls Stärke, oder auch wegen des enttäuschenden 21. Platzes der Wahl-Allgäuerin Sandra Ringwald (Sonthofen/ST Schonach-Rohrhardsberg) getroffen wurde, ist ungewiss. Ringwald gab sich wortkarg: 'Ich bin den Wettkampf einfach gelaufen, ohne Erwartungen. Der erste Part war ja noch ganz in Ordnung, aber dann habe ich immer etwas mehr abgebaut. Ich bin derzeit einfach nicht so fit.'

Beachtlich aus der Affäre zog sich beim Verfolgungsrennen der Männer auch Fabian Notz, der für den TSV/SZ Böhringen Römerstein startet und in Sonthofen trainiert. Der 24-Jährige hielt lange in der Zehner-Spitzengruppe mit, musste seinem Einsatz auf den letzten zwei Kilometern aber Tribut zollen und kam am Ende auf Rang 16 ins Ziel. 'Alles in allem bin ich aber schon zufrieden', so Notz.

Mehr über die Allgäuer Athleten in Lahti erfahren Sie in der Montagsausgabe unserer Zeitung vom 27.02.2017.

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