Ski nordisch
Österreicher dominiert Nachtsprint

So aufgeregt stand der Skisprungtrainer der deutschen Kombinierer schon lange nicht mehr an einer Strecke. Beim traditionellen Nachtsprint in Fischen fieberte Andreas Bauer (46) vom SC Oberstdorf allerdings einem ganz speziellen kleinen Langläufer entgegen - nämlich seinem Sohn Marius (10). Im Finale der Schüler 11-Wertung musste sich das Talent dann aber in einem 500-Meter-Sprint mit dem zweiten Platz hinter Maximilian Paluka (SC Fischen) begnügen.

Bei den Männern dominierte ein Österreicher: Markus Bader (SC Waidring) siegte in 1:41,52 Minuten mit knapp zwei Sekunden vor dem schnellsten Deutschen Michael Schnetzer (20) vom SC Rettenberg. Damit holte er sich vor etwa 1500 Zuschauern den Titel des Allgäuer Meisters in der Freien Technik. Bei den Frauen sprintete die Vorjahressiegerin Laurien van der Graaff (Schweiz) auch heuer bei dem internationalen «FIS-City-Sprint» auf Platz eins (wir berichteten).

Stolz nahm Andi Bauer seinen Sohn im Ziel in den Arm. «Bei seinen Wettkämpfen bin ich fast nie dabei, deshalb ist es mir heute eine große Freude ihn laufen zu sehen», freute sich Bauer. Die Anfeuerungsrufe seines Vaters hatte Marius leider nicht gehört. «Es haben so viele andere Leute laut geschrien, da habe ich nicht mitbekommen, dass mein Papa an der Ecke stand», sagte das junge Langlauf-Talent.

Die Atmos-phäre des Nachtsprints unter Flutlicht und die Zuschauer direkt an der Strecke beeindruckten ihn. «Das ist so eine tolle Kulisse hier», schwärmte der Zehnjährige Marius ganz wie ein Profi.

Von den Zuschauerzahlen zeigte sich der Vorsitzende des SC Fischen, Peter Müller (42), hingegen ein wenig enttäuscht: «Aber ich kenne ja die Gründe. Mit den vielen Großveranstaltungen in Oberstdorf können wir einfach nicht mithalten.»

Auf den Fersen des österreichischen Siegers war der Rettenberger Michi Schnetzer. «Ich bin mit dem zweiten Platz sehr zufrieden.

Mit den Weltcup-Startern war ein starkes Feld am Start», bilanzierte der B-Kaderathlet, der es in Fischen am Schönsten findet, am Schluss noch eine Ehrenrunde vor dem heimischen Publikum drehen zu können.

Überrascht war Christian Dotzler (19) vom SC Sonthofen. Der Sohn des Trainerpaars Sabine (47) und Stefan (50) Dotzler wurde Dritter in der Wertung zur Allgäuer Meisterschaft. «Ich bin im Halbfinale gestürzt. Schade, sonst hätte es noch weiter nach vorne gehen können», sagte der 19-Jährige, dessen Stärken im Sprint liegen.

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