Tour de Ski
Kolb und Eisenlauer bestehen Generalprobe vor Heimspiel in Oberstdorf

Die Norwegerin Maiken Caspersen Falla und der Italiener Federico Pellegrino sind die ersten Sieger der Jubiläumsausgabe der Tour de Ski. Zum runden Geburtstag der Langlaufserie gewannen die beiden am Neujahrstag im schweizerischen Lenzerheide die Sprintwettbewerb.

Olympiasiegerin Falla setzte sich in einem spannenden Finale vor der Schwedin Ida Ingemarsdotter und ihrer Teamkollegin Ingvild Flugstad Oestberg durch. Der favorisierte Pellegrino holte sich seinen dritten Sprinterfolg dieser Saison vor dem Russen Sergej Ustjugow und Finn Haagen Krogh aus Norwegen. Lokalmatador Dario Cologna musste sich mit Rang sechs begnügen.

Lenzerheide erwies sich für die deutschen Sprinter wenige Tage vor dem Heimspiel in Oberstdorf am 5. und 6. Januar erneut als gutes Pflaster. Die beiden Allgäuer Hanna Kolb (Buchenberg) und Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) schafften den Sprung ins Halbfinale und kamen am Ende als Neunte beide unter die Top Ten. Hanna Kolb strahlte nach ihrem neunten Rang, war zugleich aber etwas traurig, dass sie das Finale verpasst hatte.

'Meine Zeit als Fünfte des Laufes war besser als die der Siegerin des anderen Halbfinals. Am Ende hat nur ein klein wenig mehr Kraft am letzten Anstieg gefehlt. Da war die Lücke leider etwas groß geworden', meinte die Buchenbergerin. Von Coach Torstein Drivenes bekam sie ein dickes Lob. 'Hanna ist im Moment in der Weltspitze der Sprinterinnen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie auch auf dem Podest steht', betonte der verantwortliche DSV-Disziplintrainer.

Zum zweiten Mal in diesem Winter stand Sebastian Eisenlauer in einem Halbfinale und verkaufte sich dort sehr ordentlich. 'Die Vorbereitung nach Weihnachten verlief nicht ganz so optimal, deshalb muss ich mit dem Ergebnis zufrieden sein. Es geht aber durchaus noch besser, erklärte der Sonthofener.

Herren-Coach Janko Neuber lobte die Fortschritte bei Eisenlauer. 'Es war wieder ein Schritt nach vorn. Irgendwann ist auch das Finale möglich und fällig', meinte der Sachse, der auch mit Thomas Bing zufrieden sein konnte. Der Thüringer war überraschend ins Viertelfinale gekommen und dort nur knapp gescheitert.

Mit den Massenstartrennen über 15 und 30 Kilometer im klassischen Stil steht bei der Tour de Ski der Langläufer am Samstag ein erster Höhepunkt an. Es wird mit einem Angriff der beiden Favoriten auf den Tour-Gesamtsieg, Therese Johaug und Martin Johnsrud aus Norwegen, gerechnet.

Auch im deutschen Team erwartet man von den Distanzspezialisten Platzierungen im Vorderfeld. Nicole Fessel und Steffi Böhler peilen Top-10-Ränge an. Bei den Herren hoffen die Trainer auf Ergebnisse im Bereich der besten 20 - vor allem von Jonas Dobler und Florian Notz.

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