Snowboard
Große Sprünge sind bei der WM kaum zu erwarten

«Na ja», geben beide unumwunden zu, «wir sind schon selbstbewusster zu Wettkämpfen gereist». Selina Jörg (22/Sonthofen) und David Speiser (30/Oberstdorf), die zwei Allgäuer Teilnehmer an der Snowboard-Weltmeisterschaft im spanischen La Molina stecken den Kopf trotz widriger Vorbereitung nicht in den Schnee.

«Bei einer WM brauchst du immer Glück, wenn du ganz vorne landen willst», sagt der nach einer schweren Handverletzung wiedergenesene Speiser. Und Selina Jörg klammert sich - nachdem die Weltcup-Saison bislang nicht nach Wunsch lief - an ein Last-Minute-Erfolgserlebnis.

Am gestrigen Mittwoch wurde die Sonthoferin am Götschen bei Bischofswiesen immerhin deutsche Vizemeisterin im Parallel-Riesenslalom. Sie musste sich nur im Finale ihrer deutschen Konkurrentin Anke Karstens (25) aus Piding bei Berchtesgaden geschlagen geben. «Das war so kurz vor der WM sicher gut. Ich hab gesehen, dass ich es noch nicht ganz verlernt habe», sagte Jörg erleichtert.

Seit dem sechsten Platz beim Weltcup-Auftakt im niederländischen Landgraaf, der ihr auch die frühzeitige WM-Qualifikation sicherte, lief Jörg ihrer Form hinterher. Nach den Rängen 37, 19, 21 und 27 bei den letzten Weltcups ist die Allgäuerin realistisch genug, um keine Wunderdinge bei der WM zu erwarten. Jörg bestreitet am Mittwoch, 19., und Freitag, 21. Januar in La Molina den Parallel-Riesenslalom und -Slalom.

Carbonschiene schützt Gelenk

Schon am kommenden Montag wird es für David Speiser bei der Qualifikation für den Boardercross am Dienstag, 18. Januar, ernst. Gerade noch rechtzeitig wurde der Olympia-Achte von Vancouver nach seiner kurz vor Weihnachten erlittenen schweren Handverletzung (Durchtrennung beider Sehnen im linken Daumen) fit. Letzte Tests am Montag und Dienstag dieser Woche bestätigten seine Genesung: «Ich bin startklar für die WM», sagte er freudestrahlend der AZ. Mit einer Carbonschiene, die das Handgelenk und den Daumen schützt, und einem speziell angefertigten Handschuh tritt der 30-Jährige heute den Flug zu seiner vierten WM an. Seine bisherigen Resultate (Rang 38 2005 in Whistler, Rang 25 2007 in Arosa und Rang 18 2009 in Gangwon/Korea) möchte er trotz seines Handicaps toppen.

«Was letztendlich geht, entscheidet sich eh erst vor Ort.» Noch kann Speiser gar nicht glauben, dass die Rehamaßnahmen so schnell gegriffen haben - und er überhaupt bei der WM dabei sein kann. «Ich will den Ärzten, Therapeuten und Orthopädietechnikern einfach nur fett Danke sagen.»

 

Selina Jörg

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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