Erfolg
Eisenlauer eisenhart: Platz sechs bei der Tour de Ski für Allgäuer in Oberstdorf

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Diesen Tag wird Ski-Langläufer Sebastian Eisenlauer vom SC Sonthofen so schnell nicht vergessen. Der 25-Jährige sorgte im Klassik-Sprint bei der Tour de Ski in Oberstdorf für eine Überraschung. Als bester Deutscher belegte er den sechsten Platz und erreichte damit das bislang beste Ergebnis seiner Weltcup-Karriere.

'Ich bin einfach glücklich. Die Stimmung war überragend. Die Bedingungen dank der Helfer sensationell', jubelte der Lokalmatador.

Den Einzug in das Finale der besten sechs . Auf der Zielgeraden hielt er im Halbfinale im Kampf um Platz zwei ausgerechnet den norwegischen Superstar Petter Northug mit hauchdünnem Vorsprung auf Distanz. 'Ich habe erst danach bemerkt, dass das neben mir Northug war. Da war die Freude natürlich noch größer', sagte Eisenlauer. Erst im Finale musste er abreißen lassen. Den Sieg holte sich der Norweger Emil Iversen vor dem Russen Sergey Ustiugov und dem Kasachen Alexey Poltoranin. Der Viertplatzierte Norweger Martin Johnsrud Sundby machte als Führender in der Gesamtwertung weiter Boden gut.

Für Eisenlauer war es das zweite Top-Ten-Ergebnis bei der Tour. Beim Auftakt-Sprint in Lenzerheide (Schweiz) hatte er bereits mit Platz neun für ein starkes Ergebnis gesorgt. Neben 4300 Zuschauern im Langlauf Stadion im Ried war auch Männer-Trainer Janko Neuber begeistert: 'Sebi hat sich den Lohn für seine harte Trainingsarbeit das ganze Jahr über geholt.'

Dagegen erwischten die Allgäuer Frauen heute einen schwarzen Tag: Nicole Fessel vom SC Oberstdorf schied nach einem Sturz im Viertelfinale aus und wurde 27. Für Hanna Kolb (13.) vom TSV Buchenberg und Lucia Anger (19.) vom SC Oberstdorf war ebenfalls im Viertelfinale Endstation. Vor allem bei Kolb war die Enttäuschung groß: Sie hatte sich nach ihrem neunten Platz beim Sprint zum Tour-Auftakt in Lenzerheide mehr vorgenommen und wollte das Halbfinale erreichen.

Für einen Lichtblick sorgte die Wahl-Allgäuerin Sandra Ringwald auf Platz sieben. Sie hatte als 'Lucky Loser' das Halbfinale erreicht und ist nun auf Platz 15 beste Deutsche bei der Tour de Ski. Den Sieg holte sich die US-Amerikanerin Sophie Caldwell vor Heidi Wenig und Ingvild Flugstad Oestberg, die in der Gesamtwertung ihre Führung ausbaute.

Allgemein gelobt wurde der Zustand der Loipe und die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen. 'Wahnsinn, was hier geleistet wurde', sagte Andreas Katz, der in der Tour als bester Deutscher im Gesamtklassement Platz 15 belegt. Der Senkrechtstarter in dieser Saison erreichte im Sprint das Halbfinale.

Die Tour wird am Mittwoch mit den Massenstartrennen in Oberstdorf fortgesetzt: Um 14.20 Uhr starten die Frauen über 10 Kilometer; eine Stunde später die Männer über 15 Kilometer in klassischer Technik.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Donnerstagsausgabe unserer Zeitung vom 07.01.2016.

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