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Skispringen
Ein Schanzenteam mit dem Gespür für Schnee

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Theo Käufler freut sich wie ein Schneekönig über die frostigen Temperaturen. «Besser kann es gar nicht laufen», sagt der technische Betriebsleiter der Erdinger Arena in Oberstdorf zufrieden.

Die Minusgrade kann er gut brauchen, um mit seinem Team die Schanzenanlage zu rüsten für den Winterbetrieb und die 59. Vierschanzentournee, die am 28. und 29. Dezember am Schattenberg ihren Auftakt erlebt.

Während Frau Holle schon fleißig die Betten schüttelt, blasen die fünf Schneeerzeuger im Schanzenauslauf aus allen Rohren. Die Flocken von oben bräuchten die Techniker eigentlich gar nicht. «Die schöne Winterlandschaft gibt natürlich ein viel stimmigeres Bild als lauter grüne Bäume rund um weiße Schanzen», räumt Käufler ein. 10000 Kubikmeter Schnee müssen für die 1,5 Hektar große Fläche produziert werden. Dabei werden 5000 Kubikmeter Wasser gebraucht. «Je kälter und trockener die Luft ist, desto effektiver können wir arbeiten», erklärt Käufler.

Auch beim Herrichten der Anlaufspur kann er sich auf das Gespür seiner Männer für den Schnee verlassen. «Das ist der sensibelste Abschnitt, bei dem es sehr viel Feingefühl braucht», erklärt der Techniker. Wenn die Kühlaggregate in der Anlaufspur verlegt sind, wird die weiße Pracht mühselig mit einem kleinen Karren von Hand belegt. Die Konsistenz des Schnees entscheidet über die Qualität der Spur. Zu nass darf er nicht sein. «Zu trocken aber auch nicht, dann würde unser Kunstwerk dahin bröckeln», meint Käufler schmunzelnd.

Fünfmal die gleiche Prozedur, bis alle Schanzen tipptopp präpariert sind. Dann kann es losgehen mit dem Wintertraining, das nicht nur die Springer vom Skiclub Oberstdorf nach der Herbstpause herbeisehnen. Die Großschanze jedoch wird gehütet wie ein Augapfel.

«Da kommt vor der Vierschanzentournee keiner mehr drauf», so Käufler. Nur eine Ausnahme gibt es: Die deutsche Nationalmannschaft wird voraussichtlich ihren Heimvorteil nutzen und noch kurz vor Weihnachten nach Oberstdorf kommen, um sich auf das sportliche Großereignis so gut wie möglich vorzubereiten.

5000 Kubikmeter Wasser blasen die Schneekanonen auf die Skiflugschanze in Oberstdorf. Zur Vierschanzentournee soll alles tipptopp sein.

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