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Friedliche Skiflug-WM im Oberstdorfer Stillachtal

Nach vier Tagen im Stillachtal zieht die Polizei ein positives Fazit. Die insgesamt über 60.000 internationalen Zuschauer an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze feierten ausgelassen aber friedlich. Trotz zeitweise widriger Wetterverhältnisse verliefen die Veranstaltungen aus polizeilicher Sicht weitgehend störungsfrei.

Das Rahmenprogramm nach den Wettkämpfen, im Festzelt am Stadion und im Kurpark von Oberstdorf, wurde ebenfalls von mehreren tausend Gästen besucht. Auch hier kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen.

Letztlich schritt die Polizei in den zurückliegenden Tagen nur selten ein: Mehrere Personen mussten aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums und daraus resultierender Hilflosigkeit kurzzeitig in Gewahrsam genommen werden. In einem Fall ermittelt die Polizei gegen einen 51-jährigen Mann wegen sexueller Belästigung. Er hatte einer 47-Jährigen unsittlich an das Gesäß gefasst.

Im Fall einer gestohlenen Fahne konnte der Täter von den Einsatzkräften unmittelbar nach der Tat vorläufig festgenommen werden. Von dem 28-jährigen Mann wurden 500 Euro Sicherheitsleistung einbehalten. Bezüglich einer entwendeten Jacke dauern die Ermittlungen noch an. In mehreren Fällen erteilten die Einsatzkräfte Platzverweise, weil nach der Stadionverordnung verbotene Gegenstände mitgeführt wurden oder Personen den Anweisungen des Ordnungsdienstes nicht Folge leisteten.

Am Samstag mussten aufgrund von vorsorglichen Lawinensprengungen gegen 15 Uhr kurzzeitig alle Wege rund um das Stadion gesperrt werden. Eine Gefahr für die Zuschauer an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze bestand nicht.

Das gemeinsam mit dem Veranstalter und dem Markt Oberstdorf im Vorfeld erarbeitete Sicherheitskonzept hat funktioniert. Die anlassbezogene Videoüberwachung war hilfreich und ermöglichte es den Einsatzkräften frühzeitig auf Sicherheitsstörungen zu reagieren.
Trotz der vielen Zuschauer kam es nur vereinzelt zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen. Am Sonntag gab es infolge der schlechten Witterung am frühen Nachmittag kurzzeitig Behinderungen auf der B19 in Richtung Stillachtal.

'Das hervorragende positive Zusammenwirken aller beteiligten Institutionen war bemerkenswert! Wir als Polizei haben unseren Beitrag dazu geleistet, dass der Sport im Vordergrund stehen konnte!” so der polizeiliche Einsatzleiter Polizeioberrat Sven-Oliver Klinke.

Das bestehende kooperative Netzwerk zwischen dem Veranstalter mit seinen vielen ehrenamtlichen Helfern, dem Markt Oberstdorf, den Rettungsdiensten, der Feuerwehr und der Polizei, hat sich erneut erfolgreich bewährt und seine Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Auf Seiten der Polizei befanden sich neben uniformierten und zivilen Einsatzkräften aus dem gesamten Schutzbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West auch Einheiten der Bereitschaftspolizei aus Königsbrunn und München sowie ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Im Bereich Videoüberwachung unterstützten zudem Spezialisten des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord.

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