Prädikat
Zukunft des Eissportzentrums vorerst gesichert

Die Zukunft des Oberstdorfer Eissportzentrums ist vorerst gesichert. Nach vielen Diskussionen über die veraltete Anlage, die jährliche Verluste von bis zu 450000 Euro ausweist, gibt es jetzt gute Nachrichten für das Sportzentrum am Fuße des Nebelhorns: Oberstdorf ist wieder Bundesstützpunkt für Eiskunstlauf. Die Verantwortlichen haben hart um das begehrte Prädikat gekämpft, denn es garantiert finanzielle Unterstützung: Pro Jahr zahlen Bund und Land in den nächsten vier Jahren rund 210000 Euro Zuschuss für den Erhalt des Eissportzentrums. Das spart der Gemeinde Kosten und ermöglicht den Betreibern, längst überfällige Baumaßnahmen wie die Sanierung des über dreißig Jahre alten Maschinenhauses in Angriff zu nehmen.

«Das ist ein großer Erfolg für uns und gibt uns Sicherheit für die Zukunft», sagt Hans-Peter Jokschat, Leiter der Sportstätten Oberstdorf. In Abstimmung mit dem Bundesministerium des Inneren und dem Deutschen Olympischen Sportbund kann sich Oberstdorf in die Riege der deutschen Bundesstützpunkte neben Berlin und Chemnitz einreihen. «Damit sind die Trainingsvoraussetzungen für unsere jungen Talente gesichert», sagt Harald Löffler, Präsident des Eissportclubs Oberstdorf (ECO).

Nach den vergangenen vier Jahren, in denen Oberstdorf das Prädikat Bundesstützpunkt nicht mehr tragen durfte, wurden auf unterschiedlichen Ebenen alle Anstrengungen unternommen, das Prädikat schnellstmöglich wieder zu erlangen. «Wir haben hier hinter den Kulissen alle Hebel in Bewegung gesetzt», sagt Jokschat.

So bekannte sich die Deutsche Eislauf Union wieder zu Oberstdorf als eines ihrer wichtigsten Trainingsstätten. Auch Bürgermeister Laurent Mies und der Gemeinderat unterstützten das Vorhaben, das Eislaufzentrum Oberstdorf wieder als Bundesstützpunkt zu etablieren. Obwohl die Zukunft des Eissportzentrums aufgrund der hohen Kosten immer wieder diskutiert wurde, sprach sich der Gemeinderat einstimmig dafür aus, die Anlage weiterzubetreiben.

Aber auch die sportlichen Voraussetzungen wurden geschaffen: «Die gute Arbeit am Stützpunkt aller Trainer hat sich positiv bei den Kaderzahlen ausgewirkt, die für das Prädikat eine wichtige Rolle spielen», sagt Hans-Peter Jokschat. Momentan trainieren 16 Bundeskadersportler der Disziplinen Einzel-, Paarlauf und Eistanz am Stützpunkt Oberstdorf oder sind diesem zugeordnet.

«Neben der guten Nachwuchsarbeit des ECO sind mit dem schulischen Umfeld sowie der hervorragenden sportlichen Infrastruktur wesentliche Voraussetzungen für die Anerkennung als Bundesstützpunkt erfüllt worden», erklärt Jokschat.

«Es freut mich, dass die Diskussionen über die Zukunft des Eisstadions vorbei sind», sagt ECO-Präsident Löffler. Schließlich würden durch das Eissportzentrum rund 63000 Übernachtungen pro Jahr in Oberstdorf generiert, die Wertschöpfung liege bei rund acht Millionen Euro.

«Die Sportler und ihre Angehörigen kommen nach Oberstdorf, leben hier und kaufen hier ein», sagt Löffler. Das Eissportzentrum kann in den nächsten vier Jahren auch das Prädikat Bundesstützpunkt Curling weiter führen. Außerdem soll ein Bundesstützpunkt für Shorttrack entstehen.

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