Eiszeit
Wundersame Schneeskulpturen am verkaufsoffenen Sonntag in Oberstdorf

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Die voluminöse und wohlgeformte Venus entzückte nicht nur von vorn und die männlichen Passanten, obwohl sie sich ausgesprochen eisig gab. Ein Mädchen im Teenagealter marschierte an der Rückfront vorbei und bewertete das knackige Gesäß mit einer anerkennenden (aber nicht druckreifen) Formulierung. So berichtet es schmunzelnd Thomas Craig, ein «Mitschöpfer» der Figur. Die eiskalte Venus war eine der zwölf Schneeskulpturen, die zum verkaufsoffenen Sonntag in Oberstdorf auf reges Interesse stießen.

Die «Nana» findet auch Reiner Ramm aus Hofgeismar bei Kassel sehr beeindruckend. Mit Ehefrau Elisabeth macht er bereits zum 36. Mal Urlaub in Bad Hindelang. Zur Tradition gehört auch ein Rundgang durch Oberstdorf. Da kam dem Paar die «Eiszeit» gerade recht, die der Einzelhandelsverband «Oberstdorf aktiv» heuer zum dritten Mal veranstaltete. Andreas Warwas aus Oberstdorf, mit seiner Frau Sonja auf Einkaufsbummel durch seinen Wohnort, nennt die Frauenfigur ebenfalls eine seiner Favoritinnen.

«Sex sells», lacht da Thomas Craig. Der 35-jährige Steinmetz aus Kempten hat gemeinsam mit René Geier (Lindau) das Werk in sieben Stunden Arbeit geformt. Durch den nächtlichen Regen sei das Material nicht ideal gewesen: «an der Oberfläche weich und grobkristallin».

Warum er mit

macht? «Weil es Spaß macht.» Ähnlich Frank Bergmann aus Röthenbach: Der 35-Jährige hat mit drei Kollegen einen Teufel mit frech herausgestreckter Zunge aus dem Schneeklotz modelliert. Wobei der Gehörnte mehr als einmal die Zunge schon verloren hat - des Regens wegen. Doch dank des «klebrigen» Schnees konnte Bergmann das Mundwerkzeug schnell wieder «anpappen». Der weiche Schnee machte zumindest das Arbeiten etwas leichter: «Es geht schneller», sagt Susanne Brosda (Neuravensburg), die mit Motorsäge und Mörtelkelle am Teufel «mitgeschnitzt» hat.

Über eine weiße Rapunzel mit langem strohigen Haar staunen einige Meter weiter Hartmut und Christiane Hopf aus Sigmaringen. Sie nutzen die «Eiszeit» ebenso auch zum Bummeln und Einkaufen. Monika Socher aus Ofterschwang erklärt ihrer Tochter Dana (4) das Märchen von dem Mädchen mit dem Kletterhaar. Dana hört geduldig zu, interessiert sich dann aber mehr für die Luftballons, die es da irgendwo geben muss. Denn sie hat schon ganz viele Kinder mit den bunten Ballons gesehen.

Insgesamt fand der verkaufsoffene Sonntag regen Besuch, wobei mancher die Möglichkeit auch für intensivere Beratungen nutzte.

 

 

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