Special Alpenüberquerung des Fernwanderwegs E 5 SPECIAL
Alpenüberquerung des Fernwanderwegs E 5

Fernwanderweg
Wo Sie beim E 5 übernachten können und was Sie beachten sollten

Archivbild. Das Ziel der ersten Etappe: Die Kemptner Hütte.
  • Archivbild. Das Ziel der ersten Etappe: Die Kemptner Hütte.
  • Foto: Ralf Lienert
  • hochgeladen von Stephanie Eßer

Mehrere Tage dauert die Überquerung des Fernwanderwegs E5 von Oberstdorf nach Bozen. Die Nächte verbringt man, je nach Belieben, in den Hütten entlang des Weges oder den Hotels in den Tälern.

Planung und Reservierung

Der E5 wird bei Wanderern immer beliebter. Dazu gehört für manche auch die Übernachtung auf einer Hütte. Während der Wandersaison zwischen Juni und September kann es deshalb in den Schlafsälen voll werden. Eine rechtzeitige Reservierung und eine vorausschauende Planung ist deshalb auch bei der Unterkunft besonders wichtig. Spontanreisende oder Menschen ohne Reservierung werden von Hüttenbesitzern natürlich nicht abgewiesen. Sollte die Hütte allerdings schon belegt sein, muss man damit rechnen, im Notfall auch im Gastraum, Notlager oder auf dem Gang schlafen zu müssen.

Im besten Fall planen Sie die Wanderung so, dass sie nicht am Wochenende starten. Dort sind die meisten Wanderer unterwegs und die Hütten entsprechend voller als unter der Woche.

Ausstattung der Hütten

Bei einer Übernachtung in den Hütten entlang des Fernwanderwegs E5 hat man in der Regel die Wahl zwischen Matratzen- oder Bettenlagern. Bei einem Matratzenlager handelt es sich um einen Schlaafsaal, in dem viele Wanderer zusammen übernachten. Ein Bettenlager ist ein Mehrbettzimmer, meistens mit maximal vier Betten. Allerdings gibt es auch Hütten, die nur ein Matratzenlager für die Übernachtung anbieten. Die günstigere Alternative sind die Matratzenlager. Hier zahlt man weniger als für eine Nacht in einem der Betten.

Entlang des E5 gibt es auch Hütten des Deutschen Alpenvereins (DAV). Dieser bewirtet beispielsweise die Kemptner Hütte oder auch die Memminger Hütte. Sie sind recht komfortabel, bieten Duschmöglichkeiten und gutes Essen. Außerdem zahlen Mitglieder des DAV weniger für eine Übernachtung als Nicht-Mitglieder. Der Verein selbst legt die Obergrenzen für die Übernachtungspreise fest. In den Kategorien I und II erhalten Mitglieder derzeit (Stand: 08.04.19) mindestens 10 Euro Nachlass auf die Übernachtung gegenüber Nicht-Mitgliedern.

Das sollten Sie beachten

Auf den Hütten sind Ressourcen nur eingeschränkt verfügbar. Entsprechend sollten Sie deshalb mit Strom und Wasser umgehen. Da die Nutzung von Steckdosen nicht in allen Hütten möglich ist, sollten Sie elektrische Geräte nur nutzen, wenn es unbedingt notwendig ist und eine Powerbank zum Laden mitnehmen. Vor der Reise ist es ebenfalls ratsam, sich nach den Essenszeiten zu informieren, um dies bei der Wanderung und den Ankunftszeiten einzuplanen.

In den Hütten gilt Rauchverbot. Mit einem Aschenbecher ist dies aber draußen möglich. Außerdem sollten Sie genügend Bargeld mit sich führen, da viele Hütten die Zahlung per Kredit- oder EC-Karte nicht anbieten. Ein Hüttenschlafsack ist aus hygienischen Gründe Pflicht bei einer Hüttenübernachtung, da die Überwurfdecken und die Bettwäsche in den Lagern nicht nach jeder Nutzung gereinigt werden. Sofern Sie sich nicht am gleichen Abend noch von Bozen aus wieder nach Hause begeben, steht dort eine letzte Übernachtung an. Da die Preise der Hotelübernachtungen im Vergleich zu denen in einem der Hüttenlager recht teuer sind, können Sie auch nach Hotels in den umliegenden Dörfern schauen.

So können Sie reservieren

Ob Hütte oder Hotel, eine Reservierung im Voraus ist empfehlenswert. In der Regel finden Sie die nötigen Informationen auf der entsprechenden Internetseite. Ob man die Unterkunft online, per Telefon, Fax oder E-Mail reservieren kann hängt von der jeweiligen Hütte ab. Einige Hütten bieten einen Online-Service über ein Reservierungssystem an.

Die Packliste für Ihre Hüttenübernachtung

  • Bequeme Kleidung
  • Hausschuhe
  • Waschtasche mit Hygieneartikeln
  • Handtuch
  • Hüttenschlafsack
  • Schlafwäsche
  • Waschlappen
  • Mehrere Beutel, um verschiedene Wäschearten (z.B. Schlaf- oder Schmutzwäsche) getrennt voneinander zu verstauen
  • Müllsack, um eigene Abfälle mit ins Tal zu nehmen
  • Stirnlampe
  • Ohrstöpsel
  • Schlafbrille
  • Powerbank
  • Bargeld
  • DAV-Ausweis

Alternative Übernachtungsmöglichkeiten

Doch nicht alle Wanderer möchten oder können in den Hütten übernachten, sei es wegen höherer Ansprüche oder körperlicher Beschwerden. Neben den Hütten stehen aber auch Hotels in den Tälern für Übernachtungen zur Verfügung. Abenteuerliche können auch in der Natur zelten. Allerdings empfehlen wir diese Variante nicht beziehungsweise nur sehr erfahrenen Wanderern, die den E5 bereits kennen und mit den Bedingungen und dem Wetter einer Fernwanderung umgehen können.


Über das Icon links oben an der Karte können Sie sich Gasthöfe und Hütten sowie Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke anzeigen lassen.

Autor:

Stephanie Eßer

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