Bergfilm
«Wenn du oben stehst, bist du der Held - wenns schief geht, bist du tot»

Es ist die Geschichte von einer extremen Bergbesteigung und von einer noch gefährlicheren Skiabfahrt in Alaska, der längsten Steilwand-Abfahrt der Welt: Mit «Mount St. Elias» kommt erstmals seit längerer Zeit wieder ein Bergfilm in die deutschen Kinos, der in Österreich für ausverkaufte Säle sorgte.

Um es vorweg zu nehmen: Eigentlich setzt der Streifen schon bergsteigerisches Interesse voraus. Nicht-Alpinisten dürfte die Handlung zu dürftig sein. Und letztlich bleibt auch die Frage nach der Motivation für solch ein Wahnsinns-Abenteuer unbeantwortet. Überragend schön sind dagegen die Landschaftsaufnahmen.

Hauptakteure der Dokumenation sind die beiden österreichischen Alpinisten Axel Naglich, sein später beim Canyoning ums Leben gekommener Landsmann Peter Ressmann und der amerikanische Ski-Alpinist Jon Johnston.

Bei der Vorpremiere im Oberstdorfer Kino auf Einladung des Bayerischen Rundfunks stellte sich der aus Kitzbühl stammende Naglich (41) den Fragen der Gäste und der Moderatoren Andrea Zinnecker und Ernst Vogt vom «Rucksackradio».

«Wenn du oben stehst, bist du der Held - wenns schief geht, bist du tot», meinte der 41-jährige Naglich. Der Aufstieg und die Abfahrt von dem 5489 Meter hohen Berg seien gleichermaßen nervenaufreibend gewesen.

Die weitaus meisten Zuschauer in Oberstdorf zeigten sich begeistert von dem Film. Einige Stimmen:

Ex-Skirennläuferin Dr. Irene Epple-Waigel: «Da kommen mir die Abfahrtsrennen wie eine Spazierfahrt vor. Es ist ein großartiger Film, da wird nichts verherrlicht.»

Heini Malue, Chef der Bergwacht im Allgäu: «Der Film zeigt eine ganz beachtliche bergsteigerische und skifahrerische Leistung, die Landschaftsaufnahmen sind grandios und beeindruckend. Alles in allem hat es mir gut gefallen. Ich hoffe nur, dass nun nicht manche glauben, so etwas nachmachen zu müssen.»

Andi Tauser, Bergführer und aktiver Bergwachtler: «Schweißtreibend selbst im Kinosessel, packend und mitreißend fand ich den Film. Interessant finde ich auch die finanziellen Probleme bei der extrem aufwändigen Produktion. Immerhin waren allein 30 Hubschrauber-Flugstunden erforderlich. Das kostet eine Menge Geld.»

Winfried Hagen, Veranstalter von Wander- und Skireisen, unter anderem nach Alaska: «Ich war schon einmal im Basislager des Berges. Das ist wirklich die beeindruckendste Landschaft, die es gibt. Die Aufnahmen im Film waren sensationell. Die nachgestellten Szenen von den abgestürzten Amerikanern im Film hätte ich nicht gebraucht.»

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen