Hallenbad
Weniger Kosten, mehr Besucher

Noch vor wenigen Jahren stand die Oberstdorf-Therme kurz vor dem Aus. Jetzt ist wieder Leben in das ehemals altersschwache Hallenbad gekommen. Mitarbeitern der Gemeinde ist es gelungen, die Kosten der Anlage zu reduzieren. Jetzt sollen mit Investitionen, umfangreichen Werbemaßnahmen und besonderen Angeboten mehr Besucher angelockt werden. «Wir haben was Einsparungen angeht die Meßlatte erreicht», sagt Markus Schelle von der Oberstdorf- Therme. «Es geht jetzt darum, neue Besucher zu generieren.»

Wegen des defizitären Betriebs der Therme und aus dem Grund weil eine Generalsanierung zu teuer erschien, war im Jahr 2008 noch über eine Schließung der Therme diskutiert worden. Der Oberstdorfer Marktgemeinderat diskutierte damals über die Errichtung eines Hotels mit öffentlichem Bäderbetrieb als Alternative. Damals hatte ein Immobilien-Experte dem Gemeinderat empfohlen, die Therme an einen privaten Investor abzugeben.

Die Therme blieb bei der Gemeinde. Um Personalkosten und Energieaufwand zu reduzieren, setzte der damalige Prokurist der Oberstdorf Tourismus GmbH (OTG), Wolfgang Ländle, im Jahr 2009 durch, die Öffnungszeiten der Therme zu verkürzen. Grundlage der Neuregelung war eine Analyse der tatsächlichen Besucherströme und die Ergebnisse von zwei Umfragen. So war das Betriebsergebnis der Anlage deutlich verbessert worden. Zudem wurden Ermäßigungen reduziert und der Eintritt erhöht.

Sparkurs fortgesetzt

Den Sparkurs setzte Markus Schelle fort. Durch das Einsetzen von Energiesparlampen und den Abbau von überflüssiger Beleuchtung konnten die Kosten weiter gesenkt werden. Heuer wurden zudem neue Duscharmaturen eingesetzt. So werden jetzt nur noch sieben Liter pro Minute verbraucht, zuvor lag der Wert zwischen zwölf und 14 Litern.

Außerdem wurde in den Zustand der Anlage investiert: Zwei Außensaunen wurden neu geschindelt, in der Kristallsauna neue Bänke installiert und das Kinderparadies neu eingerichtet.

Neues in der Gastronomie

Auch in der Gastronomie der Therme gibt es etwas Neues: Seit Oktober hat das «Alpenstadl» wieder einen Pächter. «Wir sind froh, dass wir hier eine langfristige Lösung gefunden haben», sagt Schelle.

Die Oberstdorf-Therme steht auch für Veranstaltungen wie Sommerfeste und Betriebsfeiern zur Verfügung. Zudem sollen Parkplätze bei der Therme ebenso an Langzeitparker wie an Berufspendler und Zweitwohnungsbesitzer vermietet werden. Als neue Attraktion für die Besucher ist eine sogenannte «Kältekammer» geplant.

Aktion «Lange Thermennacht» Bis Freitag, 7. Januar, ist die Therme bis 22 Uhr geöffnet. Besucher können zwei Stunden zahlen und drei Stunden bleiben.

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