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Verein Wasser für Senegal in Oberstdorf feiert 20-jähriges Bestehen

Der Verein 'Hilfe für Afrika – Wasser für den Senegal' hat sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Angefangen hat der Verein mit dem Bau von Brunnen und Gartenbewässerungsanlagen in der Sahelzone. Heute engagieren sich Vorsitzender Franz Bickel und seine Mitstreiter auch für den Bau von Schulen, für Frauenprojekte und Kinderpatenschaften. Ansprechpartner vor Ort sind Abbé Raphael Wade und Projektleiter Abdourahim Sall. Abbé Raphael war aus gesundheitlichen Gründen nicht gekommen.

Insgesamt 65 Brunnen hat der Verein in den vergangenen Jahren gebaut und hat damit die Versorgung zehntausender Menschen in den senegalesischen Dörfern mit frischem Trinkwasser gesichert. Wobei der Brunnenbau stets nach dem Grundsatz 'Hilfe zur Selbsthilfe' abläuft: Die Dorfbewohner beteiligen sich an der Finanzierung und packen bei den Bauarbeiten auch selbst mit an.

Die Einweihung eines Brunnens werde von der Dorfgemeinschaft immer mit einem großen, bunten Fest gefeiert. 'Das ist immer wieder ein Erlebnis', sagte Franz Bickel. Zurzeit läuft ein Großprojekt, bei dem 27 Dörfer mit rund 15 000 Einwohnern über einen Tiefrohrbrunnen versorgt werden sollen. Brunnenreferent des Vereins ist Rupert Kalchschmid.

Für den Bau von Schulen, für Frauenprojekte und Kinderpatenschaften setzt sich Heike Meßenzehl ein. Auf dem Land gebe es nicht genügend Schulen, sagt sie. 'Deshalb können die Kinder nur die Schulen besuchen, die sie zu Fuß erreichen können.' In den vergangenen Jahren entstanden unter ihrer Federführung zwölf Schulprojekte - darunter auch die Schule in Ndiefoune-Parba, die von der Grundschule Oberstdorf mitfinanziert wurde (wir berichteten).

Patenschaften für die Schule

Seit 1998 unterstützt der Verein Frauengruppen im Senegal mit zinslosen Krediten und vermittelt Patenschaften. Mit dem Geld aus einer Patenschaft werden Schulgeld, Schulkleidung und Lernmaterial finanziert. Abbé Raphael meldet Heike Meßenzehl die Kinder, die Unterstützung brauchen.

Er verwaltet dann das Geld aus der Patenschaft. Der Verein finanziert sich aus Spenden und bekommt für die Projekte Gelder vom Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ).

Vorsitzender Bickel ist für sein Engagement mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet worden. Diese Auszeichnung gebühre nicht ihm allein, sondern dem Vorstand, den Mitgliedern und den vielen Helfern, sagte Bickel.

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