Glaube
«Sich auf den Weg zueinander machen» - Ökumenische «Nacht der Kirchen» in Oberstdorf

«Kirchennächte haben bei uns eine lange Tradition», sagt der katholische Pfarrer Peter Guggenberger und schmunzelt. «Die Heilige Nacht und die Osternacht gibt es schließlich schon eine Weile.» Die ökumenische «Nacht der Kirchen» allerdings findet am Freitag, 27. Mai zum ersten Mal in Oberstdorf statt. Bei der Veranstaltung stehe die Ökumene im Vordergrund, erklärt Guggenberger. Die Veranstaltungen finden in Gotteshäusern beider Konfessionen statt. «Es geht darum, sich auf den Weg zueinander zu machen», sagt der Pfarrer. Deswegen ist die Länge der einzelnen Veranstaltungen so kurz gehalten, dass Besucher zwischen den Kirchen wechseln können.

In Oberstdorf wird die Ökumene das ganze Jahr über gelebt, erzählt der evangelische Pfarrer Markus Wiesinger. Neben den zahlreichen gemeinsamen Schulgottesdiensten, gebe es weitere gemeinsame Aktionen wie beispielsweise am Weltgebetstag und in der «Gebetswoche zur Einheit der Christen». Auch das Programm zur Gäste- und Kurseelsorge stellen katholische und evangelische Kirchengemeinde gemeinsam zusammen. «Es muss nicht jeder Gottesdienst ökumenisch sein», sagt Guggenberger. «Es ist wichtig, gemeinsam einzuladen.»

Gemeinsam eingeladen haben beide Gemeinden auch zur Nacht der Kirchen. Das Programm ist facettenreich: In der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist, dort spielt die Musikkapelle Oberstdorf unter Leitung von Marius Galvin das Programm «Von der Arche Noah zu Johann Sebastian Bach» (21 Uhr).

Unter dem Motto «Guten Abend - Gute Nacht» tritt die Familie Noichl-Heidweiler mit Harfen, Hörnern und Gesang auf (22 Uhr). Den Abschluss macht Martin Hehl, der Hausmusik unter dem Titel «All Dag wierd es Dag» spielt. In der Lorettokapelle St. Maria präsentiert Pater Peter Wagner mit der Musikerin Laura Morweiser Harfenmusik mit literarischen Botschaften (21 Uhr). Um 22 Uhr folgt eine Kapellenführung.

Ganz im Zeichen der Elemente steht der Abend in der evangelischen Christuskirche. Den Auftakt bilden Artisten und Musiker mit dem Programm «Feuer und Flamme» (21 Uhr), danach folgen Lieder zum Mitsingen und Zuhören mit dem Chor der Christuskirche unter der Leitung von Kantor Johannes Böckler unter dem Titel «Luft die alles füllet» (22 Uhr).

«Mehr als Wasser» heißt eine «vielfältig-heilsame Erinnerung» (23 Uhr), die gezeigt wird, bevor ein Lichterfest mit Texten und Musik (24 Uhr) den gemeinsamen Abschluss der Oberstdorfer Nacht der Kirchen bildet. «Ich möchte, dass die Menschen sich denken: Das kann Kirche auch sein», will Wiesinger den Menschen ein neues Bild von Kirche vermitteln. Die Veranstaltung passe gut zu der alten jüdischen und christlichen Tradition, erklärt Guggenberger, nach der der Tag bereits mit der Nacht zuvor beginne: «Wir feiern schon immer in den Tag hinein.»

Das Programm aller Allgäuer Kirchen steht im Internet unter

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