Herz fürs Brauchtum
Oberstdorfer Markus Titscher: Vom Wilden Mändle zum beliebten Moderator

Erst war er Plattler, dann Tänzer und Theaterspieler. Heute ist Markus Titscher aus Oberstdorf ein gefragter Ansager und Moderator bei Festen und Feiern. Am vergangenen Wochenende stand er bei der Maibaumfeier in Tiefenbach auf der Bühne. 'Das Wichtigste ist, dass man spontan und flexibel ist. Und dass man sein Publikum immer im Auge hat.'

Im Oberstdorfer Trachtenverein ist Markus Titscher schon seit 35 Jahren. Er war Plattler in der Jugend- und der Aktivengruppe, er war Jugendgruppenleiter, Wilde-Mändle-Tänzer und stand mit der Theatergruppe bei zwei historischen Bühnenstücken auf der Bühne. Im Tiefenbacher Trachtenverein ist Titscher ebenfalls. Auch hier hat er Theater gespielt.

'Ich war bei fünf Inszenierungen dabei', erzählt er. Mal habe er einen Bauernvorstand gespielt, ein anderes Mal einen Camper. Derzeit macht Markus Titscher (39) Theaterpause. 'Als Familienvater mit zwei kleinen Kindern fehlt mir die Zeit.'

Dafür ist Markus Titscher seit Jahren ein beliebter Ansager bei Heimatabenden, Waldfesten, Sommerfesten und Brauchtumsveranstaltungen in Oberstdorf und den Dörfern drumherum. Am Anfang sei ihm seine Erfahrung vom Theaterspielen sehr zugutegekommen. Mittlerweile hat er einen guten Fundus an Witzen und unterhaltsamen Geschichtchen, die er zwischen den Auftritten der einzelnen Gruppen erzählt. '

Auch wenn man ein Repertoire hat, kann man bei einem Heimatabend kein Programm abspulen', sagt er. Schließlich sei jede Veranstaltung und jedes Publikum anders. 'Ich entscheide spontan, was ich auf der Bühne erzähle.'

Das beginnt schon mit der Sprache. Bei Veranstaltungen, zu denen mehr Urlauber als Einheimische gekommen sind, spricht er eher Hochdeutsch und lässt Texte weg, die in echter Mundart am besten ankommen. 'Manches kann man eben nur im Dialekt sagen. Das kann man nicht übersetzen.'

Auch bei der Art der Veranstaltung müsse man genau unterscheiden. 'Bei einem Heimatabend hat man sein festes Publikum im Saal. Bei Waldfesten ist das anders. Da gibt es ein Kommen und Gehen und da hat man immer wieder neue Besucher. Und auf die muss man sich dann ganz spontan einstellen.'

Oberstes Gebot für Markus Titscher: Wenn er ansagt, trinkt er grundsätzlich keinen Schluck Alkohol. Schließlich müsse er für Stunden frei und locker auf der Bühne improvisieren.

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