Führungskrise
«Oberstdorf braucht eine schnelle Lösung»

Der Oberstdorfer Tourismus braucht eine schnelle Lösung. Da sind sich Vermieter, Gastronomen, Sportveranstalter und Einzelhändler in Oberstdorf einig. Nachdem Tourismusdirektorin Dr. Silvia Nolte ihr Amt als OTG-Geschäftsführerin niedergelegt hat, war Otto-Mäx Fischer von der Mehrheit des Aufsichtsrats als Geschäftsführer bestimmt worden. Bürgermeister Laurent Mies warb für eine Interimslösung und will den Geschäftsführer von den neuen Gremien nach der Umverteilung der Gesellschaftsanteile bestimmen lassen. Deswegen soll die Entscheidung des Aufsichtsrates wieder rückgängig gemacht werden.

«Sofortige Handlungsfähigkeit der bereits gewählten Geschäftsführung», fordert der Vorstand der Oberstdorfer Ortsstelle des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (BHG) in einem Schreiben an den Bürgermeister und die Gemeinderäte.

«Das ist die beste Lösung», sagt BHG-Vorsitzender Peter Fischer. «Otto-Mäx Fischer hat unser Vertrauen.» Die Lösung sei ohne Alternative. «Es darf nicht Wochen und Monate dauern, bis der Oberstdorfer Tourismus wieder handlungsfähig ist». Zudem fordert der BHG-Vorstand den Erwerb der zum Verkauf stehenden und bereits zugesagten OTG-Anteile, die vom Bürgermeister gestoppt worden war. «Ich kann nicht nachvollziehen, warum die Anteile nicht verteilt wurden», erklärt Fischer.

Gerd Engelmann, Vorsitzender des Einzelhandelsvereins «Oberstdorf Aktiv» kann nachvollziehen, dass die Anteile nicht erworben werden konnten. «Ich habe Verständnis dafür, dass der Bürgermeister in dieser Situation die Handbremse gezogen hat.» Den neuen Geschäftsführer Fischer hält auch Engelmann für die beste Lösung.

«Er ist der richtige Kandidat.» Die Bestellung des Geschäftsführers durch den alten Aufsichtsrat kritisiert Engelmann: «Das ist alles andere als optimal gelaufen. Er hätte durch den neuen Aufsichtsrat bestimmt werden sollen.» Der «Oberstdorf-Aktiv»-Vorsitzende, der voraussichtlich als Vertreter des Handels im neuen Aufsichtsrat vertreten sein wird, hält es für wahrscheinlich, dass Fischer auch in den neuen Gremien eine Mehrheit findet.

«Er hat den Rückhalt vieler Beteiligter.» Das Wichtigste sei aber, dass die Geschäftsführung schnell die Arbeit beginnen kann.

«Es ist wichtig, jetzt möglichst schnell wieder Ruhe reinzubringen», sagt Stefan Huber, Geschäftsführer der Skisport und Veranstaltungs GmbH (SVG). An der geplanten OTG-Beteiligung der Sportveranstalter hält Huber fest. «Es geht uns darum, die Verbindung zwischen Sport und Tourismus zu dokumentieren.»

«Oberstdorf braucht eine schnelle Lösung», fordert Ursula Sabel, Zweite Vorsitzende des Vereins der einheimischen Vermieter Oberstdorfs und seiner Ortsteile (VEVO). Fischer sei der richtige Geschäftsführer: «Er ist der passende Mann, weil er die Belange Oberstdorfs kennt.» Alle Beteiligten seien jetzt aufgefordert, zum Wohle des Oberstdorfer Tourismus zu handeln. «Es bringt nichts, wenn wir uns selbst zerfleischen», sagt Sabel. Die vielen Wechsel an der Tourismus-Spitze hätten zu viel Zeit gekostet.

Jetzt müsse man sich wieder auf die Frage konzentrieren, wie in Zukunft neue Gäste für Oberstdorf gewonnen werden können.

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