Fahrzeugweihe
Nach Verzögerung können die Oberstdorfer Feuerwehrler gleich zwei neue Fahrzeuge einsetzen

Doppelter Grund zum Feiern beim «Tag der offenen Tür»: Bei einem bunten Fest hat die Oberstdorfer Feuerwehr der Bevölkerung ihre beiden neuen, hochmodernen Einsatzfahrzeuge vorgestellt. «Heute ist ein großer Tag für unsere Wehr», sagte Zweiter Bürgermeister Günther Meßenzehl. Zu den Ehrengästen bei der Feier gehörten Kreisbrandrat Michael Seger und Kreisbrandinspektor Joachim Freudig. Neu bei der Feuerwehr ist ein Mannschafts- und Gerätetransporter. Eigentlich hätte das Fahrzeug ja schon vor einem Jahr geliefert werden sollen. Aber nachdem das Unternehmen, das die feuerwehrspezifischen Aufbauten ausführen sollte, in Konkurs gegangen ist, mussten die Feuerwehrler warten, bis ihr Fahrzeug aus der Insolvenzmasse ausgelöst werden konnte.

<< Das hat uns ein Jahr gekostet >>, sagte Kommandant David Huber. Das Mannschaftsfahrzeug hat 76000 Euro gekostet. Nach Zuschüssen von Bund und Landkreis blieben für die Oberstdorfer Wehr Kosten in Höhe von 44 000 Euro übrig.

Der zweite neue Wagen ist ein kombiniertes Hilfeleistungs-Löschfahrzeug mit Wasser- und Schaumtank. << Mit diesem Fahrzeug kann auch eine kleinere Mannschaft zu einem Einsatz ausrücken >>, erklärte Huber. Das Fahrzeug hat 395000 Euro gekostet, Zuschüsse kamen vom Bund, vom Kreis und von der Gemeinde Oberstdorf, die nach einem einstimmigen Ratsbeschluss 175000 Euro beigesteuert hat. Die Oberstdorfer Wehr hat weitere 100000 Euro investiert.

Viele Jahre für Fahrzeuge gespart

Unterm Strich hat die Feuerwehr für beide Fahrzeuge 144000 Euro aus Eigenmitteln aufgebracht. << Dafür haben wir viele Jahre gespart >>, sagte Kommandant Huber. Den kirchlichen Segen für die Fahrzeuge spendeten Pfarrer Peter Guggenberger von der katholischen und Pfarrer Markus Wiesinger von der evangelischen Kirche.

Die << Oberallgäuer Hackbrettmusik >> gestaltete die Feier musikalisch.

Beim << Tag der offenen Tür >> wurde auch noch ein drittes Feuerwehrfahrzeug vorgestellt. Gruppenleiter Bernhard Griesche und sein Team haben in 1500 Stunden ehrenamtlicher Wochenendarbeit ein Fahrzeug repariert und hergerichtet, das die Oberstdorfer Wehr im Jahr 1942 bekommen hat und das später in Augsburg und München für den Kriegseinsatz genutzt wurde.

<< Wir haben auch noch das alte Nummernschild aus der Zeit der amerikanischen Besatzung >>, erzählt Feuerwehrvorstand Roman Geiger. Jetzt sei der Feuerwehr-Oldtimer wieder voll funktionstüchtig. << Sogar die alten Pumpen wurden repariert. >>

Beim Feuerwehrfest wurden Thomas Keidel für 25 und Anton Huber für 40 Jahre Mitgliedschaft mit der Staatlichen Ehrung ausgezeichnet. Das Silberne Ehrenzeichen des Bayerischen Feuerwehrverbandes übergab Kreisbrandrat Michael Seger an Kommandant David Huber und seinem Stellvertreter Franz Eberle. Gerechnet haben die beiden Vollblutfeuerwehrler mit dieser hohen Auszeichnung nicht. << Da habt ihr uns ganz schön überrascht >>, so Huber und Eberle.

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