Bergwacht
Lawinengefahr in Oberstdorfer Bergen: Bergsteiger kommt nicht weiter und wird nach eineinhalb Tagen gerettet

Bergwacht Symbolbild.
  • Bergwacht Symbolbild.
  • Foto: Dominik Berchtold
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Ein 33-jähriger Mann war am Mittwoch, 11.12., alleine in den Oberstdorfer Bergen unterwegs. Weil es so heftig schneite, musste der Mann die Tour abbrechen und von der Bergwacht gerettet werden. Erst am Freitag in der Früh - eineinhalb Tage später - konnte der Mann per Rettungshubschrauber in Sicherheit gebracht werden. 

Der 33-Jährige war alleine zu Fuß von Spielmannsau zur Kemptener Hütte unterwegs. Wegen der winterlichen Verhältnisse musste er beim "Knie" in einer kleinen Kapelle übernachten. Am Donnerstag ging er weiter Richtung Kemptener Hütte, musste seine Tour wegen des Wetters aber abbrechen und verständigte seine Frau per Sms, dass er es ohne Hilfe nicht weiter schafft. 

Die Bergwacht Oberstdorf lokalisierte den Mann nach kurzer Zeit. Der Einsatzleiter flog mit dem Rettungshubschrauber aus Reutte in den Sperrbachtobel. Dort entdeckte die Besatzung den Bergsteiger. Eine Außenlandung war aber nicht möglich und der Hubschrauber musste wieder abdrehen.

Deshalb wurde der nachtflugtaugliche Rettungshubschrauber aus Lichtenstein mit seiner Rettungswinde angefordert. Wegen der Dunkelheit, den Eigenheiten des Sperrbachtobels und der sehr hohen Lawinengefahr konnte der Bergsteiger nicht gerettet werden. Der Bergwanderer erhielt per Seil ein Funkgerät, Essen und warme Kleidung. Gegen 02:30 Uhr wurde der Einsatz unterbrochen. Die Hubschrauberbesatzung übernachtete in der Bergrettungswache. Per Funk wurde der Bergsteiger über das weitere Vorgehen informiert.

Am Freitag in der Früh begannen die Bergwachtler erneut, den Mann zu befreien. Unter schwierigsten Flugbedingungen konnte der 33-Jährige schließlich erschöpft, unterkühlt aber ohne weitere Verletzungen gegen 08:45 Uhr per Winde gerettet und in ein Krankenhaus geflogen werden.

Wegen der hohen Lawinengefahr im Bereich der Einsatzstelle konnten keine Retter zu Fuß zum Bergsteiger aufsteigen, nur eine Rettung per Hubschrauber war möglich. Insgesamt waren der RK2 aus Reutte, der Christoph Lichtenstein und sechs Bergretter die ganze Nacht über im Einsatz.

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