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Kongress in Oberstdorf: "Gewalt gegen Polizei – es reicht!"

Immer häufiger werden Polizisten Opfer von körperlicher Gewalt. Im Jahr 2018 wurden in der Region 188 Beamte verletzt.
  • Immer häufiger werden Polizisten Opfer von körperlicher Gewalt. Im Jahr 2018 wurden in der Region 188 Beamte verletzt.
  • Foto: Alexander Kaya
  • hochgeladen von Stephanie Eßer

Ein 29-jähriger Mann hat im Juni zwei Männer am Oberstdorfer Bahnhof mit einem Messer verletzt und ging dann auch auf Polizisten los. Kein Einzelfall, denn die Attacken auf Polizeibeamten in ganz Bayern nehmen zu. So wurden 2018 knapp 7.700 Fälle von verbaler oder körperlicher Gewalt gegen Beamten erfasst, fünf Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Wie die Allgäuer Zeitung mitteilt, gab es allein im Zuständigkeitsgebiet des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West über 600 Fälle mit 1.600 betroffenen Polizistinnen und Polizisten.

Immer mehr Attacken auf Polizisten in Bayern: Vier Fälle aus dem Allgäu

In Oberstdorf fand jetzt der Bezirkskongress der Polizeigewerkschaft unter dem Thema "Gewalt gegen Polizei – es reicht!" statt, berichtet die AZ am Donnertag. Die Polizeigewerkschaft diskutierte mit Politikern unter anderem darüber, wie man die Einsatzkräfte gegen Angriffe schützen kann.

In den Allgäuer Polizeiinspektionen kommen inzwischen beispielsweise sogenannte "Body-Cams" zum Einsatz. Die Kameras werden an den Uniformen befestigt und sollen deeskalierend wirken. Im Ernstfall können die Beamten die Einsätze aufzeichnen. Das Material kann dann auch als Beweis vor Gericht verwendet werden. Rainer Wendt, der Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft, forderte nach Angaben der AZ auch die Ausstattung aller Streifenwagen in Bayern mit Elektroschockern. Ziel sei es, dass Gewalt vermieden wird und alle nach einem Einsatz unversehrt nach Hause kämen.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Donnerstagsausgabe unserer Zeitung vom 14.11.2019.

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