Ausbau
Kompromiss beim Weg zwischen Schöllang und Oberthalhofen

Für die Landwirte steht die Funktion im Vordergrund, für manche Anlieger und Spaziergänger die Idylle. Die Rede ist vom Wiesenweg zwischen Schöllang und Oberthalhofen. Wie berichtet, wird der Weg gerade ausgebaut. Bei einer Besichtigung, zu der das Amt für ländliche Entwicklung lud, fanden nun Kompromisse Gehör.

Laut Ursula Müller, als Vertreterin des Fischinger Gemeinderats und Anliegerin des Rubihornwegs, würde der Weg durch den Ausbau seiner Schönheit beraubt.

Die Landwirte sehen dagegen weniger den ästhetischen, sondern den praktischen Nutzen: Der Weg muss breit genug für landwirtschaftliche Fahrzeuge sein, sowie durch eine Spritzdecke widerstandsfähig gegen Schlagwetter und somit künftig ohne lästigen Kies in den Feldern.

Friedrich Rampp vom Amt für ländliche Entwicklung nutzte das Treffen, um die Gesamtmaßnahme der Flurbereinigung in Oberstdorf zu erläutern, in der der Wiesenweg nur einen von fünf Bausteinen darstellt.

Im Vorfeld habe man dabei viele Anregungen von allen Seiten berücksichtigt.

So sei geplant Bäume und Büsche zu pflanzen, die Hangsicherung erfolge mit Natursteinen und der talseitige Böschungsbereich bleibe unberührt zum Schutz des Wiesenknopfameisenbläulings. 'Ein seltener Schmetterling, der in diesem Bereich möglicherweise seinen Lebensraum hat', erklärte Rampp.

Auch die Wünsche der Fischinger, vertreten durch Ursula Müller, fanden letztlich Gehör. Auf Vorschlag von Bauleiter Marcus Mägdefrau soll danach zumindest der ebene Abschnitt des Weges nicht wie die Steilstücke komplett mit einer Spritzdecke überzogen werden.

Stattdessen wird dort die Bitumenemulsion zunächst nur jeweils links und rechts in den Fahrspuren aufgetragen, und in der Fahrbahnmitte Grassamen angesät. Erst dann kommt auf die gesamte Breite eine zweite Lage Bitumenemulsion und Split.

So werde nach einiger Zeit in der Wegmitte wieder Gras sprießen, ohne seine Haltbarkeit zu beeinträchtigen, prophezeite Rampp.

Auf diesen Kompromiss konnten sich nach kurzer Diskussion auch die Grundstückseigner und Max Hornik als Vertreter des Marktes Oberstdorf einlassen.

'Allerdings nur, wenn wir vom Lieferanten die Garantie dafür bekommen, dass der Weg auf diese Weise vergleichbar lange hält, denn der Wegeunterhalt in der Gemeinde kostet uns alljährlich jede Menge Geld', betonte der Gemeinderat. Am Ende der zunächst recht emotional geführten Baustellenbesichtigung reichte man sich versöhnlich die Hand.

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