Neubau
Fünf Millionen Euro teure Schanze in Oberstdorf eingeweiht

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Viele Besucher hielten kurz den Atem an, als der Nordische Kombinierer Johannes Rydzek an ihnen vorbei ins Tal segelte. Dem Oberstdorfer Sportler wurde die Ehre zuteil, den ersten Sprung über die neue Schanze (HS 106) in der Erdinger Arena zu absolvieren und mit 105 Metern den ersten Schanzenrekord aufzustellen.

Zuvor war die neue Anlage feierlich eingeweiht und durch die Oberstdorfer Pfarrer Peter Guggenberger und Markus Wiesinger gesegnet worden. Die neue Anlage, die rund fünf Millionen gekostet hat, ersetzt die wichtigste Trainingsschanze für die Oberstdorfer Skispringer.

Von den rund 25 000 jährlichen Sprüngen in der Erdinger Arena wurden rund 8800 auf der alten Schanze absolviert. Der Neubau war notwendig geworden, weil die Anlage nach über 30 Jahren Sprungbetrieb nicht mehr den neuesten Regelwerken des Internationalen Skiverbandes (FIS) entspricht.

'Der Skisprung hat sich in Bezug auf Ausrüstung, Sprungtechnik und Sicherheit weiterentwickelt', sagte Landrat Gebhard Kaiser. Deswegen sei es dringend notwendig geworden, den Nachwuchsspringern die Möglichkeit zu bieten, auf einer zeitgemäßen Anlage zu trainieren. 'Hier wird die Basis geschaffen, für spätere Weltmeister und Olympiasieger.'

Deswegen habe der Landkreis mit großer Mehrheit entschieden, den Neubau finanziell zu unterstützen. Das Projekt kostet knapp fünf Millionen Euro. Nach Abzug der Zuschüsse von Bund und Land bleiben 1,2 Millionen Euro. Die Hälfte davon trägt der Landkreis, die andere Oberstdorf. 'Sport ist mehr als nur die Großveranstaltungen', sagte Bürgermeister Laurent Mies bei der Einweihung. 'Und hier wurde eine tolle Trainingsmöglichkeit geschaffen.'

Horst Hüttel vom Deutschen Skiverband lobte die Arbeit der Architekten, die sich bei der Planung der Schanze eng mit den Trainern abgestimmt hätten: 'Die sportliche Seite wurde vorbildlich mit einbezogen.'

'Das ist heute einer der Momente, die uns an Schanzenprojekten faszinieren', sagte Architekt Hans-Martin Renn in Bezug auf den ersten Sprung. Zudem blickte er auf die spektakulären Momente des Baus zurück, beispielsweise als der 95 Tonnen schwere Anlauf von drei Autokränen auf den Schanzenturm gehoben wurde.

Bei den Springern kam die Schanze gut an: Nach den prominenten Vorspringern – neben Rydzek gingen auch Katharina Althaus und Georg Späth über den neuen Schanzentisch – nutzten die Nachwuchsspringer die Gelegenheit, die neue Anlage zu testen. Kaum war die Schanze eingeweiht, hatte das Training auch schon begonnen.

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