"Bitte daheim bleiben"
"Erhebliche" Lawinengefahr im Allgäu - Deutscher (16) stirbt durch Lawinenabgang in Tirol

In den Allgäuer Alpen herrscht momentan "erhebliche" Lawinengefahr. (Symbolbild)
  • In den Allgäuer Alpen herrscht momentan "erhebliche" Lawinengefahr. (Symbolbild)
  • Foto: Bild von Markus Spiske auf Pixabay
  • hochgeladen von Lisa Hauger

In den Allgäuer Alpen herrscht momentan "erhebliche" Lawinengefahr. Das entspricht der Warnstufe drei von fünf. Laut dem Lawinenwarndienst Bayern reicht bereits das Gewicht eines einzelnen Skifahrer aus, um ein Schneebrett auszulösen. Demnach sind im Allgäu die Gefahrenstellen häufiger als in den übrigen Regionen Bayerns. 

Tagestouristen sollen daheim bleiben

Im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk (BR) riet Thaddäus Berktold, Obmann der Oberstdorfer Lawinenkommission, Tagestouristen dazu, ein paar Tage daheim zu bleiben und auf bessere Bedingungen zu warten. 30 bis 50 Lawinenabgänge habe es in Oberstdorf und in den umliegenden Seitentälern allein am Donnerstag und Freitag gegeben, so Berktold. 

16-Jähriger Skifahrer stirbt 

In Tirol ist es am Samstag zu zwei tödlichen Lawinen-Unglücken gekommen. Unter den Verunglückten war auch ein 16-jähriger Deutscher. 

Nach Angaben der Polizei hielt sich der 16-Jährige mit seinen 14- und 15-jährigen Freunden im Skigebiet Kühtai zum Skifahren auf. Demnach verließen die Drei auf Höhe der Drei-Seen-Hütten den "organisierten Skiraum" und fuhren im freien Gelände talabwärts. Unterhalb der Staumauer des Speichers Finstertal stürzte der 16-Jährige. Als er sich einen verlorenen Ski anschnallen wollte, löste sich oberhalb des Jugendlichen eine Schneebrettlawine. Die Lawine erfasste den 16-Jährigen und verschüttete ihn vollständig. Laut Polizei konnten sich die zwei Begleiter des Verunglückten selbstständig aus dem Gefahrenbereich fahren. Der Lawinenabgang ereignete sich gegen 12:30 Uhr.

Knapp zwei Stunden später um 14:25 Uhr wurde der Verschütte durch einen Lawinenhund gefunden - vom Notarzt konnte nur noch der Tod festgestellt werden.

Skitourengeher ist alleine unterwegs, wird verschüttet und stirbt 

Am Vormittag war bereits ein 48-jähriger Österreicher, der alleine eine Skitour zum Widdersberg unternahm, gegen 12:10 Uhr von einer Lawine verschüttet worden. Zwei unbeteiligte Skitourengeher suchten daraufhin das Lawinenfeld mit ihren Lawinensuchgeräten ab. Knapp zehn Minuten nach dem Lawinenabgang konnten die Beiden den verschütteten 48-Jährigen lokalisieren. Der Verschüttete konnte aus einer Tiefe von etwa zwei Metern geborgen werden.  Die Besatzung eines Notarzthubschraubers begann mit den Wiederbelebungsmaßnahmen. Um 13.00 Uhr wurde der Reanimationsversuch eingestellt. Der Tote wurde mit einem Polizeihubschrauber ins Tal geflogen.

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