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Doku über Gipfel-Baustelle: Zwei Oberstdorfer (79 und 83) haben die Arbeiten am Nebelhorn im Film festgehalten

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Die Bauarbeiten am Nordwandsteig am Nebelhorn dokumentieren: Das hatten sich der 83-jährige Theo Brucksch und sein Freund Manfred Pudell (79) vorgenommen. Regelmäßig sind die beiden Männer aus Oberstdorf mit ihren Film- und Fotokameras auf das Nebelhorn hinaufgefahren. Jetzt, wo das Bauwerk eröffnet ist, blicken die beiden gerne auf die spannende Zeit zurück.

Im Frühjahr 2016 begannen die Bauarbeiten am Nebelhorn-Gipfel. Von da an fuhren Theo Brucksch und Manfred Pudell mit ihren Kameras immer wieder auf den Berg hinauf. Insgesamt etwa 30 Mal waren sie mit ihrer Ausrüstung im vergangenen Jahr oben.

Theo Brucksch ist mit seinen 83 Jahren auf seinen Rollator angewiesen. Er filmte immer mit einem Teleobjektiv aus der Bergstation Höfatsblick auf den Gipfel hinauf. Geduldig saß er dort jedes Mal drei bis vier Stunden lang. Damit ihm auch keine gute Aufnahme entging.

Manfred Pudell war mit seiner Fotokamera näher am Geschehen dran. Er fuhr noch eine Station weiter bis zum Gipfel. Dort dokumentierte er die Baustelle aus einer anderen Perspektive.

Oft bekamen die beiden Gesellschaft beim Filmen und Fotos machen. Die Allgäuer Zeitung, all-in.de, der BR und andere Medien berichteten regelmäßig über die Fortschritte auf der Baustelle auf dem 2.224 Meter hohen Gipfel.

Für Brucksch und Pudell gab es viele schöne und auch dramatische Momente bei der Entstehung der Dokumentation. Es gab Zeiten, da mussten die beiden aussetzen, weil die Bergbahn neue Seile bekam. Außerdem spielte das Wetter oft nicht mit. Bei zu starkem Wind konnte zum Beispiel der Hubschrauber für die Bauarbeiten nicht wie geplant fliegen. Und die erhofften Film-Aufnahmen mit einem Hubschrauber darauf, der Material anliefert, waren erst später am Tag möglich. Am Ende aber blieben die Bauarbeiten im Zeitplan.

Für die beiden Männer war das Filmen und Fotografieren der Baustelle ein Hobby. Nach jedem Drehtag sichtete Theo Brucksch die Aufnahmen an seinem PC. Nach und nach schnitt er sie zu einem Dokumentar-Film in kalendarischer Reihenfolge zusammen. Insgesamt dauert der Film eine Stunde lang. Die Datei hat er an die Verantwortlichen der Nebelhornbahn verteilt. Als Dankeschön, weil Brucksch und Pudell ihrer Leidenschaft, dem Filmen und Fotografieren, ungehindert nachgehen konnten.

Ein besonderes Geburtstagsgeschenk

Für Theo Brucksch war die Eröffnung des Nordwandsteigs am Nebelhorn-Gipfel ein ganz besonderer Tag. Nicht nur, weil er genau an diesem Tag seinen 83. Geburtstag feierte. Sondern auch, weil er den barrierefreien Panoramaweg mit seinem Rollator endlich betreten konnte. Den Weg, den er monatelang im Baufortschritt aus der Ferne beobachtet hatte. Den Weg, von dem er aus 2.224 Metern Höhe den Ausblick auf die Bergwelt genießen kann.

Autor:

Larissa Pucher aus Kempten

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